Text-Bild-Ansicht Band 269

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eigentlichen Sehreibmechanismus tragen rechts (vgl. Textfigur) das mit einem Ausschnitte versehene Farbkissen, während links auf der Verbindungsstange ein drehbarer Rahmen sitzt, welcher die Typenplatte, Indexplatte u.s.w. trägt. Diese letzteren Theile können mittels eines Knopfes sowohl um einen Stift des betreffenden Rahmens gedreht, als auch mittels Längsschlitzes verschoben werden. Es kann mithin jede Type über den Ausschnitt des Farbkissens eingestellt werden und durch Niederdrücken des Handgriffes durch den Ausschnitt hindurch auf dem darunter liegenden Papiere zum Abdrucke gebracht werden, wobei sich die übrigen Typen auf dem Farbkissen einfärben. Das Einstellen der gewünschten Type über den Ausschnitt des Farbkissens wird bewirkt, indem man das entsprechende Zeichen der Indexplatte unter einen Finger bringt, während die genaue Stellung der Type in Bezug auf das bereits Geschriebene ein Centrirstift bewirkt, welcher in Löcher unterhalb des Handgriffes beim Niederdrücken des letzteren eintritt. Die Typen sind dabei in concentrischen Bögen von gleichem Radius in Bezug auf den Drehpunkt angeordnet.

Die Schaltung des Schreibmechanismus erfolgt beim Aufwärtsgange der Typen- und Indexplatte, indem dann eine beim Niederdrücken über ein oder mehrere Zähne fortgezogene Sperrklinke sich in die Zähne der vorn sichtbaren Zahnstange einstemmt, und damit den Mechanismus von links nach rechts verschiebt. Die gleiche Wirkung wird zur Bildung der Wortzwischenräume erreicht, indem man die obere der vorn sichtbaren Fingerplatten niederdrückt, während durch Gegeneinanderdrücken beider Platten der Sperrmechanismus ganz ausgelöst und damit der Schreibmechanismus frei verschiebbar wird. Die Erzielung der Zeilenabstände erfolgt in bekannter Weise durch Drehen der das Papier tragenden Druckwalze. Der Schreibmechanismus trägt noch einen Arm, welcher durch Anstoſs an den Hebel einer Glocke das nahe bevorstehende Ende einer Zeile ankündigt.

Die Ausführung dieses Schreibapparates, dessen Gewicht etwa 2k beträgt, erfolgt von der Hoggson and Pettis Manufacturing Company in New Haven, Conn.

Alle die genannten Schreibmaschinen schalten zur Erzielung der Buchstabenspatien den Schreibmechanismus oder den Papierträger immer um das gleiche Maſs, ohne Rüchsicht auf die Breite der gedruckten Buchstaben. Sie erzeugen damit eine unregelmäſsige, von der Schönheit des Druckes stellenweise erheblich abweichende Schrift. Diesen Fehler vermeiden die nachfolgend beschriebenen Constructionen, indem hier der Papierträger entsprechend der Breite des betreffenden Buchstabens verschoben wird, so daſs die Zwischenräume zwischen den einzelnen Buchstaben gleich groſs werden.

Der von W. H. Slocum in Buffalo, New York, construirte Schreibapparat (*D. R. P. Nr. 36362 vom 10. Februar 1886) arbeitet mit parallelen,