Text-Bild-Ansicht Band 267

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Region der gröſsten Hitze wird dadurch tiefer hinabgelegt und die den Retorten und ihren Unterstützungen so schädliche Stichflamme wird vermieden.

Die Frankfurter Gasgesellschaft, welche Liegel-Oefen von noch gröſserer Tiefe besitzt, spritzt den Theer unmittelbar unter dem Scheitel der Tragbögen in horizontaler Richtung ein (Textfig. 1), und die Vermuthung liegt nahe, daſs daher die schnelle Abnutzung der Retorten rührt, welche man in Frankfurt bemerkt hat.

Fig. 1., Bd. 267, S. 130
Aebert in Hildburghausen hat den Theer auf den Koks eines halbtiefen Liegel'schen Generatorofens laufen lassen (Fig. 19) und bei sorgfältiger Regelung des Zuflusses gute Erfolge erzielt.

Die Erfahrung hat bewiesen, daſs sich in jedem Systeme von Generatoren Theer verwenden und so gut ausnutzen läſst, daſs auch in solchen Gasanstalten, die sich einer billigen Generatorfeuerung erfreuen, der Theer nicht unter dem 1,2 bis 1,5 fachen des Kokswerthes verkauft zu werden braucht. (Nach Journal für Gasbeleuchtung 1887 Bd. 30 S. 882, vgl. auch S. C. Salisbury bez. J. Rogers 1880 237 * 375, * 376, C. W. Schumann und F. Küchler 1882 245 * 79, Key 1887 263 * 240, H. J. Drory 1887 264 * 612.)

Apparat zur Untersuchung von Generatorgas und Wassergas, F. Fischer (Berichte der Deutschen chemischen Gesellschaft 1887 Bd. 20 No. 13) empfiehlt den in Textfig. 2 abgebildeten Apparat zur genauen Untersuchung von Generatorgasen und Wassergas. Die Hantirung mit dem Apparat geschieht derart, daſs man Arbeitsrohr A und Meſsrohr M durch Heben der Flaschen F und L mit Quecksilber füllt. Dies erfolgt am bequemsten, indem man bei geöffneten Hähnen h und d erst M füllt, dann h schlieſst und d so stellt, daſs die Verbindung zwischen Schlauch a und Rohr A hergestellt ist; man läſst dann das Quecksilber im Rohr A bis zum Rohr e