Text-Bild-Ansicht Band 266

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Nr. 1, 2, 3 = Curven der Reibung der Scheiben
„ I II III = Federspannungen.

Aus diesen Curven ergibt sich klar, daſs bei Verkleinerung der Berührungsflächen ein geringerer Druck zur Uebertragung einer gegebenen Kraft erforderlich ist; die Curven 1, 2 und 3 steigen in regelmäſsiger Folge über einander, während 1 der gröſseren, 2 der kleineren Breite der cylindrischen Scheiben entspricht. Während die letzteren nahezu gerade Linien sind, ist 3 eine Curve, die schlieſslich einen Reibungscoefficienten

M = 0,262

ergibt.

Schlieſslich ist noch zu bemerken, daſs die Gegenwart von Oel zwischen den Reibungsflächen, welche bei niedrigen Drücken und groſsen Berührungsflächen eine beträchtliche Veränderung des Reibungswiderstandes hervorruft, bei den in der letzten Versuchsreihe angewendeten höchsten Drücken keinerlei Wirkung hervorbrachte, selbst als das Oel in stetigem Strahle auf die rollenden Oberflächen gegossen wurde.

J. O'Brien's Ränderbiegemaschine für Kesselböden.

Mit Abbildungen auf Tafel 10.

Nach dem englischen Patent Nr. 14689 und Engineering vom 25. Februar 1887 S. 193 werden mit dieser Maschine die Flanschen runder Kesselböden warm angebogen. Durch den oberen Querbalken A (Fig. 9 und 10 Taf. 10) eines stehenden Rahmens geht frei eine Druckspindel B, welche mittels des als Spindelmutter wirkenden Handrades D niedergedrückt und durch den Handhebel C hochgenommen wird.

An diese Druckspindel ist eine den verschiedenen Kesselböden angemessene Druckscheibe G frei drehbar angesetzt. Der Drehungsachse derselben entsprechend lagert im unteren Querbalken eine Drehscheibe, welche durch ein Winkelradtriebwerk in Drehung versetzt wird. Zwischen beiden wird das zu bördelnde Kesselblech gespannt, dessen vorstehender Rand durch zwei am unteren Querbalken mittels Schraubenspindeln einstellbare Druckrollen umgebogen wird.

Zu diesem Behufe ist jede dieser Druckrollen in ein Gelenklager eingelegt, welchem mittels eines Schraubenradsegmentes beliebige Neigung gegen die Wagerechte ertheilt werden kann. Bei ununterbrochener Drehung des Kesselbodens erfolgt das Umwälzen der Flansche durch allmähliches Nachstellen der Druckrollen aus der wagerechten in die lothrechte Stellung bei gleichzeitiger Anschiebung der Gelenklagerschlitten.