Text-Bild-Ansicht Band 266

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das 500mm groſse Sägeblatt. Die Schaltung wird mittels Stufenscheiben von der Hauptwelle abgeleitet und mittels Schneckenrad auf die Tischspindel übertragen. Das Sägeschleifwerk wird von einer Reibungsrolle betrieben, welche sich auf dem oberen freien Theile der losen Hauptriemenscheibe legt.

Groſse Kreissäge von Craven. In ähnlicher Ausführung und mit einer gröſseren Zahl nebenan gelegter Kreisscheiben, dient diese Maschine ebenso zum Ausfräsen und Ausarbeiten von schweren, geschmiedeten Maschinentheilen. So wird schon seit 14 Jahren in den Locomotivwerkstätten in Crew, England, eine Maschine verwendet, mit welcher der Raum zwischen den Schenkeln vollgeschmiedeter Kurbelachsen in der vollen Breite und auf einmal ausgearbeitet wird.

Fig. 4., Bd. 266, S. 402

Die nach Engineering, 1887 Bd. 43 * S. 561 in Textfig. 4 dargestellte Kreissäge hat 2400mm Durchmesser und 25mm Blattdicke, ist mit einer groſsen Zahl radial stehender, einsetzbarer Schneidstähle ausgerüstet, welche sowohl nach dem äuſseren Umfange, als auch nach den Seitenflanken zu etwas versetzt sind. Um den Betrieb während des Nachschärfens nicht unterbrechen zu müssen, ist jede Maschine mit zwei Sägeblättern versehen, welche abwechselnd auf die Hauptspindel geschraubt werden. Der Kranz des groſsen Antriebsschneckenrades ist aus Kanonenmetall hergestellt und an dem Radstern angeschraubt; die zugehörige Schnecke läuft selbstverständlich in Oel. Die Transportspindel für den Sägeschlitten wird von Stufen Scheiben mittels Schnecke und Schneckenrad betrieben, letzteres durch eine Reibungsscheibe zum Ausrücken eingerichtet, so daſs ein Zurückführen des Sägewerkes mittels Handkurbel ermöglicht wird. Der 2100mm lange und 1800mm breite Aufspanntisch läſst sich auf der Querbahn gegen das Sägewerk seitlich anführen. Stahlplatten von 300mm Dicke können mit einem