Text-Bild-Ansicht Band 266

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Violanilin und Mauvanilin in Form der Arsenite bezieh. Arseniate enthält.

Die Bildung des einfachsten Rosanilins, des Pararosanilins geschieht durch Herausoxydiren von Wasserstoffatomen aus einem Gemisch von 1 Mol. Paratoluidin und 2 Mol. Anilin nach folgender Gleichung:

Textabbildung Bd. 266, S. 456

In analoger Weise erfolgt die Bildung des Methyl-Pararosanilins (Rosanilin) und des Dimethyl-Pararosanilins (Rosotoluidin) aus entsprechenden Alkaloidgemengen.

Auſser diesen der Schmelztemperatur und den Angriffen der Arsensäure Widerstand leistenden Pararosanilinen werden wahrscheinlich noch drei, jenen drei isomere, Verbindungen vorübergehend gebildet, nämlich das aus 1 Mol. o-Toluidin und 2 Mol. Anilin entstehende

Diparaamido-orthoamidotriphenylcarbinol

Textabbildung Bd. 266, S. 456

das aus 2 Mol. o-Toluidin und 1 Mol. Anilin entstehende Diparaamido-orthoamidodiphenyltolylcarbinol

Textabbildung Bd. 266, S. 456

und das aus 3 Mol. o-Toluidin entstehende Diparaamido-orthoamido-phenylditolylcarbinol

Textabbildung Bd. 266, S. 456

Diese 3 letztgenannten Rosaniline werden voraussichtlich in gleicher Weise in die entsprechenden Phosphine zerlegt werden, wie O. Fischer und Körner1) es beim Diparaamido-orthoamidotriphenylmethan dargethan

1)

O. Fischer und Körner, Berliner Berichte 17, S. 203.