Text-Bild-Ansicht Band 266

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die Summe der Kopfflächen als wirkliche Contactfläche angesehen werden darf.

Bei gewöhnlichen Contactflächen dagegen muſs man, da man immer nur einen gewissen Bruchtheil derselben als thatsächliche Contactfläche betrachten darf, stets, auch bei kleinen Stromstärken, die sich berührenden Flächen gröſser wählen, als an sich nothwendig wäre, wenn man guten Contact der ganzen Ausdehnung nach voraussetzen dürfte. So wird die Neuerung zu einem werthvollen Hilfsmittel bei Construction verschiedenartiger elektrischer Apparate, bei denen Schaltvorrichtungen nöthig sind, z.B. bei allen Regulirwiderständen. Für die Regulatoren von Dynamomaschinen, für Bühnenregulatoren, auch für die Farbhebel der letzteren als Contactschieber, für die Herstellung lösbarer Kuppelungen von Kabeln (bei Beleuchtungen der Bühnenversatzkörper) sind die Pistoncontacte mehrfach mit Erfolg verwendet.

Bei allen diesen Apparaten ist die Verwendung der Pistoncontacte auf die Construction der ersteren von gewissem stets vortheilhaften Einfluſs gewesen, wie a. a. O. an einem Beispiel gezeigt wird, und zwar an einem Schaltungssystem, wie solche für Bühnenregulatoren nach Angabe des Erfinders bereits von der Deutschen Edison-Gesellschaft mehrfach ausgeführt sind.

Zum Schluſs wird noch bemerkt, daſs der Bau der groſsen Bühnenregulatoren für die beiden Königl. Theater in Berlin, für welche auſserordentliche Anforderungen in Bezug auf Leichtigkeit der Handhabung bei Vielseitigkeit in der Regulirung der Lampengruppen, z.B. allmähliches Uebergehen von einer Farbe in die andere, und zudem auch in Bezug auf Raumersparniſs gestellt waren, nach den gegebenen Vorschriften nur unter ausschlieſslicher Anwendung der beschriebenen Schaltvorrichtungen ermöglicht wurde. Bei diesen Apparaten sind Commutatoren mit 90 Contactstreifen zur Ausführung gekommen. Für die sogen. Farbhebel, d.h. Schaltsysteme für die verschiedenfarbigen Lampen, sind Contactschieber, ähnlich wie die oben beschriebene Construction, verwendet.

Fuller's Universal-Telephon.

Mit Abbildung auf Tafel 29.

Das für die Fuller Universal-Telephone Company in New-York, Nordamerika, in Oesterreich vom 17. März 1885 patentirte Telephon ist als eine Abart derjenigen zahlreichen Telephone anzusehen, welche (wie z.B. die von Ader, D'Anssonval, Eaton, Torrence, Testu) entweder ringförmige oder in ähnlicher Form aus mehreren Stücken zusammengesetzte Magnete haben.

Auf dem Rande einer Grundplatte von Eisen oder auf den Armen eines achtarmigen Sternes sind, wie Fig. 4 Taf. 29 zeigt, innerhalb des