Text-Bild-Ansicht Band 264

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Austrittes des Gasolins nach und nach abnimmt. Die Flammenstärke kann man sowohl mittels des Hahnes E, wie auch durch Veränderung des Druckes regeln; letzterer soll jedoch für gewöhnlich nicht über 1k,44 auf das Quadratcentimeter betragen.

Fig. 2., Bd. 264, S. 562
Fig. 2 zeigt bei A einen Ofen zum Erhitzen von Tiegeln mit verschiedenen Tiegelformen, bei B einen Muffelofen, beide eigens für das Gasolingebläse T construirt. Beim Muffelofen tritt die Gebläseflamme am hinteren Ende ein und gelangt zuerst in eine lange, sich etwas verjüngende Verbrennungskammer, in welcher das Gasolin vollständig verbrannt wird; aus dieser ziehen die heiſsen Verbrennungsgase an die Muffel, umspülen dieselbe und verlassen den Ofen an dessen oberer Seite durch einen Schlitz.

Es gelingt angeblich, innerhalb 15 bis 20 Minuten etwa 227g Guſseisen in diesem Ofen zum Schmelzen zu bringen und denselben in 15 Minuten auf die zum Abtreiben nöthige Temperatur zu erhitzen. Der Gebläseapparat wiegt etwa 5k,5, der aus feuerfestem Thone hergestellte Tiegelofen hat innen ungefähr 10cm Durchmesser und 13cm Tiefe. Der ebenfalls aus feuerfestem Thone bestehende Muffelofen enthält eine Muffel von etwa 25cm Länge, 15cm Weite und 10cm Hohe. Der Apparat ist seit einiger Zeit in den verschiedensten Theilen der Vereinigten Staaten Nordamerikas und hauptsächlich in den Minenbezirken im Gebrauche. (Nach der Zeitschrift für analytische Chemie. 1887 Bd. 26 * S. 45.)

Behufs schneller Feststellung gewisser Fälschungen, welche an verschiedenen Kaffeesorten häufig vorgenommen werden, macht L. Padé im Bulletin de la Société chimique de Paris, 1887 Bd. 47 * S. 501 folgende Angaben: Um durch theilweise Röstung gefärbte, oder durch Wasser schwerer gemachte geröstete Sorten zu erkennen, wird das specifische Gewicht in dem von Regnault-Dupré angegebenen Apparate ermittelt.

Fig. 3., Bd. 264, S. 562

Der in Fig. 3 dargestellte Apparat besteht aus dem Glascylinder F, welcher an beiden Enden durch aufgeschliffene Glasplatten dicht verschlieſsbar ist und durch eine feine Röhre mit einer Glaskugel U in Verbindung steht, deren Inhalt sowie derjenige des Cylinders bekannt sind. Die Kugel U ist mit einem Quecksilbermanometer verbunden i dessen Stand durch Bewegung des Behälters B verändert werden kann.

In den Cylinder wird nun eine abgewogene Menge des zu untersuchenden Kaffees gegeben. Hierauf läſst man den Stand des Quecksilbers bis zur unteren Marke der Kugel steigen, wobei durch Oeffnung des Hahnes R die Verbindung mit der äuſseren Luft frei ist. Nachdem R geschlossen, wird das Quecksilber bis zur oberen Marke der Kugel U steigen gelassen und hierauf der Druck auf der Manometerröhre abgelesen. Aus der Höhe