Text-Bild-Ansicht Band 264

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den Secundärstrom erregt werden, der hierdurch von seiner eigenen Thätigkeit abhängig und deshalb selbstthätig regulirbar wird. Wenn die Elektromagnete beider Maschinenhälften getrennt sind, kann man die der secundären Maschine unabhängig durch die gleichgerichteten Ströme dieser Maschine selbst erregen. Diese Methode eignet sich besonders für Beleuchtungszwecke.

Es ist gleichbedeutend, ob in beiden Maschinenhälften, wenn sie nicht ohnehin ganz vereinigt sind, die Elektromagnete umlaufen und die Anker fest stehen, oder umgekehrt. Das wesentlich Neue der hier angewendeten Maschine mit zwei Ankern, wodurch sie sich besonders auch von dem Deprez'schen Vorschlage (vgl.* D. R. P. Nr. 23907 vom 3. Oktober 1882) unterscheidet, besteht in der Trennung des magnetischen Feldes der Anker in der Weise, daß jeder Anker seine eigenen erregenden Magnete hat.

Die angewendete Doppelmaschine kann die Vereinigung eines beliebigen Elektromotors mit einer Gleichstrom- oder Wechselstrommaschine von beliebiger Form oder Construction, oder zweier gleicher Dynamomaschinen sein. Ebenso können auch mehrere Motoren mit einem Stromerzeuger oder ein Motor mit mehreren Stromerzeugern als Secundärstromerzeuger verbunden werden; auch kann durch fortgesetzte Umwandlung des Primärstromes ein System von Tertiärstromerzeugern u.s.f. entwickelt werden.

Fig. 1., Bd. 264, S. 585
J. D. F. Andrews und Comp. in Glasgow haben ihre bereits 1884 253 * 486 beschriebene Maschine wesentlich abgeändert, wie Textfig. 1 erkennen läſst. Nach Engineering, 1885 Bd. 40 * S. 64 bewegt sich der Gramme'sche Anker in einem vierpoligen magnetischen Felde. Jeder dieser 4 Theile des Feldes besteht aus mehreren parallel zur Achse der Maschine liegenden schmiedeisernen Stangen; die zusammen gehörenden Stangen tragen an jedem Ende eine Drahtspule. Durch die gemeinschaftliche Wirkung beider Spulen entsteht zwischen denselben ein Pol und der Anker hat, da nun vier solcher Pole vorhanden sind, auch vier neutrale Punkte; es müssen daher 4 Bürsten vorhanden sein, um den Strom zu sammeln.

Die Verbindung der Ankerspulen unter sich und mit den Abtheilungen des Stromsammlers geschieht nicht nach der gewöhnlichen Gramme'schen Anordnung. Der Stromsammler M hat eine ungleiche Anzahl, gewöhnlich 19 Abtheilungen; doch sind in Fig. 13 Taf. 33 nur 17 angenommen. Die Spulen sind nun reihenweise verbunden, jedoch nicht die benachbarten, sondern die