Text-Bild-Ansicht Band 264

Bild:
<< vorherige Seite

beträchtlich verkürzt, so daſs diese Anordnung für gewisse Verhältnisse zu empfehlen sein wird. Nach dem Engineering, 1886 Bd. 42 * S. 613 ist diese Anlage für die Maschinenfabrik von Stothert und Pitt in Bath von Francis Berry, Sowerby Bridge in London ausgeführt worden. (Vgl. dagegen Esser 1885 256 * 434.)

Dampf-Blockschere mit Wasserdruckübersetzung.

Die früher (1885 257 * 51) mitgetheilte Blockschere mit hydraulischem Betriebe von R. M. Daelen hat sich in vielfachen Ausführungen bewährt und wird jetzt mit mancherlei Verbesserungen gebaut, über die in Stahl und Eisen, 1887 * S. 308 berichtet ist und welche in der Uebersicht * S. 56 und 57 d. Bd. als deutsche Reichspatente Nr. 37917 und 38347 der Kalker Werkzeugmaschinenfabrik (Brauer, Schumacher und Comp.) in Kalk beschrieben wurden. In einzelnen Fällen erschien es wünschenswerth, dem Dampfkolben mehrfache Hübe bei einfachem Hube des Wassers zu geben, ohne indessen im Uebrigen das System der Steuerung zu ändern. Diese Aufgabe ist von R. M. Daelen durch die Einrichtung * D. R. P. Kl. 49 Nr. 39646 vom 28. Mai 1886 in einfacher Weise gelöst.

Das System der Dampfwirkung mit Handsteuerung und Wasserdruckübersetzung ist auch noch weiterhin bei Pressen und Drehkrahnen verwerthet worden. Wo mehrere abwechselnd betriebene Maschinen in einem Raume stehen, genügt ein gemeinschaftliches Dampfdruckwerk, so daſs mit einer solchen Anlage ein vollkommener Ersatz für Wasserpumpwerk mit Accumulator und Druckleitung geboten ist.

Olagnier's Maschine zum Aufheften von Knöpfen auf Pappkarten.

In der Knopffabrik von Rosenwald in Paris wird nach La Nature zum Aufheften von Knöpfen mit Eisendrahtöse, wie solche namentlich für Schuhwaaren gebraucht werden, in bestimmter Zahl auf Pappkarten behufs Verpackung eine Maschine benutzt, deren wesentlichster Theil ein zeitweilig erregter Elektromagnet ist. Derselbe hat die auf die Karte gelangenden Knöpfe in gerader Reihe zu ordnen und für den Angriff eines die Drahtösen der Knöpfe in die Karte pressenden Stempels in gleiehmäſsiger Stellung zu erhalten. Die Knöpfe werden der Maschine in Zuführriemen vorgegeben, von welch letzteren so viele vorhanden sind, als in jeder Reihe der Karte Knöpfe stecken. Werden die Ausläufe der Trichter gleichzeitig geöffnet, so fällt aus jedem ein Knopf auf die untergelegte, von zwei endlosen Bändern getragene Pappkarte. In diesem Zeitpunkte wird auch der unter der Karte befindliche kräftige Elektromagnet, dessen Pol entsprechend der Knopfreihe rechenförmig gestaltet ist, erregt und werden durch den auftretenden Magnetismus die auf die Karte gefallenen Knöpfe aufgerichtet und gerade gehalten, bis eine niedergehende, quer über die Karte reichende Schiene die Drahtösen der Knöpfe in die Pappkarte eindrückt. Die endlosen Bänder, welche die Karten tragen, machen dann eine Vorwärtsbewegung und das Eindrücken einer neuen Knopfreihe wiederholt sich auf die beschriebene Weise. Ist eine Karte gefüllt, so werden die Tragbänder entsprechend dem gröſseren Zwischenräume für die erste Knopfreihe der darauf folgenden Karte weiter vorwärts bewegt. Der gleichmäſsige Abrutsch der Knöpfe in den Trichtern wird durch eine Rüttelbewegung der letzteren unterstützt.

Street's Bogenlampe mit selbstthätiger elektromagnetischer Regulirung.

Den Abstand der Kohlen in einer elektrischen Bogenlampe will Ch. Street in Paris (* D. R. P. Kl. 21 Nr. 36582 vom 3. Februar 1886) so reguliren, daſs er den einen Kohlenträger k durch den hohlen Kern C eines in den Lichtstromkreis oder in einen Nebenschiuſs eingeschalteten Elektromagnetes hindurch führt; k wird bei der in der Textfigur gezeichneten Stellung der Lampe durch eine Spiralfeder, bei umgekehrter Stellung durch das eigene Gewicht in der Richtung des Pfeiles gegen die zweite Elektrode hin bewegt.

Textabbildung Bd. 264, S. 631

Der Kern C ist am Ende schräg abgeschnitten und der schrägen Endfläche liegt mit einer entsprechenden Fläche der Anker a gegenüber, welcher