Text-Bild-Ansicht Band 263

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gleich dem wagerechten Zuge des Stückes a mal der Tangente des Winkels ist, den die Stelzen mit der Kolbenachse einschlieſsen. Der Preſskolben macht hierbei einen Weg von 32mm und die Brechbacken b öffnen sich um 30mm. Die Reibungswiderstände bei dieser Arbeit sind sehr geringe. Die Kolbenstange d ist rückwärts durch die Stopfbüchse p verlängert, wodurch der Stand des Preſskolbens C und der Stelzen ersichtlich wird. Sollte jedoch durch Unachtsamkeit eines Arbeiters trotzdem nach vollendetem Kolbenwege weitergepumpt werden, so trifft der Verbindungsmuff D auf einen losen Ring r, durch welchen mittels der Führungsstange t das Ventil u gehoben und dadurch der Druck vom Kolben C fortgenommen wird. Falls hierauf die Stelzen nicht selbstthätig niederfallen, kann der Preſskolben C mit Hilfe des Hebels X vorgeschoben werden. Endlich ist auch noch eine Preſsschraube q (Fig. 11) vorhanden, welche dazu dient, um zu irgend welcher Zeit den Preſskolben vom Drucke zu entlasten.

Zahlreiche mit dem beschriebenen Apparate auf der Gabrielen-Zeche in Karwin, Oestr.-Schlesien, ausgeführte Versuche sollen seine Brauchbarkeit bewiesen haben. Diese Versuche wurden mit gleich gutem Erfolge beim Ortsbetriebe und beim Pfeilerabbaue zum Abbänken unterschrämter, z. Th. noch auſserdem an einem Stoſse geschlitzter Kohle durchgeführt. Auch in mehreren Gruben des rheinisch-westfälischen Kohlenbezirkes sind mit dem Walcher'schen Kohlenbrecher Versuche gemacht worden, über welche Bergrath Schrader im Glückauf, 1886 Nr. 67 Näheres mittheilt; hiernach soll der Apparat zum Abbaue in Flötzen mit guten Schrambänken wohl geeignet sein, dagegen nicht bei fester Kohle und besonders bei fehlendem Schräm. Für Deutschland hat die Ausführung des Apparates die Märkische Maschinenbauanstalt vormals Kamp und Comp. in Wetter a. d. Ruhr übernommen.

Bewegungsmechanismen für Tiegeldruckpressen.

Patentklasse 15. Mit Abbildungen auf Tafel 13.

Zur Erzielung der Bewegung des Drucktiegels bei kleineren, meist zum Drucken von Karten u. dgl. benutzten Pressen, welche gewöhnlich für Hand- oder Fuſsbetrieb eingerichtet sind, läſst man den Tiegel entweder um eine feste Achse schwingen, oder auf einem Tische hin- und herrollen. Zu den Bewegungsmechanismen der letzteren Art gehört die von John Thomson in New-York (* D. R. P. Nr. 37535 vom 9. December 1885) angegebene Einrichtung. Der den Tiegel T (Fig. 7 Taf. 13) tragende Block b ist mit einer gekrümmten Leiste f versehen, welche in eine ebene Fläche übergeht, so daſs der Tiegel auf den geraden Führungsleisten l am Gestellständer der Maschine sowohl gleiten, als schwingen kann. Soll eine veränderliche schwingende Bewegung erzielt