Text-Bild-Ansicht Band 263

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des Hammergestelles geführt, welcher etwa 15° gegen die Wagerechte geneigt ist. Die Verstellung des Drehzapfens D wird mit Hilfe der mit Handrad F versehenen Schraubenspindel T bewirkt. Der Hammerbär B (vgl. Fig. 4 und 5) gleitet zwischen zwei parallelen scharfkantigen Stahlschienen S, die besonders am Gestelle befestigt werden. Ein Riemen, auf loser und fester Scheibe laufend, treibt die Kurbelscheibe G an. Zur Vermeidung einer Lenkstange verschiebt sich das Lager des Kurbelzapfens E mit einer Hülse auf dem als cylindrische Stange ausgebildeten Doppelhebel C, wie in gleicher Weise der Drehzapfen D, so daſs der Gabelzapfen bei A am Hammerbär nur geringen Druck in der Hebelrichtung auszuhaken hat. Der Hammerbär B ist ausgebohrt und enthält nach Fig. 5 einen Kolben J mit einem durchgesteckten viereckigen Gleitstücke I, durch welches der Gabelzapfen reicht, die Bewegung von Kolben und Bär also nicht starr verbunden erfolgt. Deshalb besitzt der Hammerbär lange Schlitze für das Gleitstück I. Die Räume über und unter dem Kolben J wirken als Luftbuffer und die Luft als ein treibendes Zwischenmittel in den Todtpunktstellungen der Kurbel.

Die Aus- und Einrückung der Hammerbewegung wird durch einen Fuſstritt P, welcher durch eine mit Gewicht X belastete Stange auf einen den Riemenführer bewegenden Winkelhebel H (vgl. Fig. 2) wirkt, vermittelt. Das Gewicht X sucht den Hammer stets auszurücken. Den verschiedenen Arbeitszwecken entsprechend erhält der Ambosuntersatz mannigfaltige Ausführungen. So stellen die dem Engineering, 1886 Bd. 62 * S. 485 entnommenen Figuren 2 und 3 Taf. 19 einen in zwei Lagern gehaltenen Querstab dar, welche Anordnung für Rohrarbeiten benöthigt wird.

Craven's Krummzapfen-Drehbank.

Mit Abbildung auf Tafel 19.

Das Abdrehen der Krummzapfen der Kurbelwellen groſser Schiffsmaschinen auf der Drehbank verursacht Schwierigkeiten, da die nothwendigen Ausgleichungsgewichte die ohnedem bedeutende Belastung der Drehbank verstärken, wodurch der Gang unruhig und die Zugänglichkeit der Arbeitsstelle durch die einseitig sich drehenden bedeutenden Massen behindert wird. Wenn man die schweren Kurbelwellen von 20 bis 30t Gewicht dagegen festlegt und eine leichtere Vorrichtung mit gleichmäſsig vertheilter Masse in Bewegung versetzt, so ist ein Vortheil jedenfalls damit erreicht.

Gebrüder Craven in Manchester haben nach dem Engineer, 1886 Bd. 62 * S. 458 für die Mersey Forge in Liverpool eine solche Drehbank geliefert, auf welcher die Krummzapfen festgelegter Schiffskurbelwellen mit um dieselbe kreisendem Werkzeuge bearbeitet werden. Fig. 9 Taf. 19 veranschaulicht die Anordnung dieser Maschine. Ueber zwei parallele