Text-Bild-Ansicht Band 262

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Schaufeln zu gestatten. Durch den Abschluſs der übrigen Schaufeln mittels der Schutzteller wird das Luftansaugen verhindert. Der Einlauf A ist regelbar durch Vor- oder Zurückschieben der Zunge z, welche den Zulaufkanal in der Richtung der Schaufeltheilung verengt oder erweitert. Die Verschiebung erfolgt durch Ein- oder Ausschrauben der cylindrisch eingepaſsten Zunge z in der feststehenden Schraubenhülse h durch Drehen am Handrade n; die Zunge z nähert sich dadurch der festen Rückwand des Kanales A oder entfernt sich von derselben. Das Wasser tritt unter geeignetem Tangentialwinkel gleichseitig in die Löffelschaufel s und nimmt seinen Weg sowohl in radialer Richtung, als auch zum Theile in der Seitenrichtung der Schaufelkrümmung. In Folge des Ausschnittes der Schutzteller S bei S1 soll das Wasser der schiefen Fläche des Schutztellers entlang leicht austreten und nach unten zum Austritte gelangen.

Ueber Neuerungen an Wasserpfosten (Hydranten).

(Patentklasse 85. Fortsetzung des Berichtes Bd. 258 S. 391.)

Mit Abbildungen auf Tafel 8.

Bei dem in D. p. J. 1885 255 * 14 beschriebenen Wasserpfosten von Carl Reuther in Firma Bopp und Reuther in Mannheim muſs zwischen dem beweglichen, als Hebegestänge dienenden Steigrohre und dem Auslaufe des Brunnens eine bewegliche Verbindung hergestellt werden, welche wenig haltbar ist. Um diese zu vermeiden, verbindet neuerdings C. Reuther (* D. R. P. Nr. 35726 vom 9. Oktober 1885) das Abschluſsventil l (Fig. 1 Taf. 8) fest mit dem rohrförmigen Hebegestänge g, welches in diesem Falle auch als Belastungsgewicht dient. Dagegen ist mit dem Auslaufe das Rohr t fest verbunden. Dasselbe besitzt am unteren Ende eine cylindrisch ausgebohrte Erweiterung mit seitlichen Oeffnungen und einem Ventilsitze, in welch ersterer sich eine Verlängerung des Ventiles l führt. Hebt man nun das Ventil l dadurch, daſs man den Knopf k auf der Spitze des Wasserpfostens in Richtung des angegebenen Pfeiles wagerecht verschiebt, wobei ein Winkelhebel auf das Hebegestänge g wirkt, so schiebt sich die Verlängerung des Ventiles l in die untere Erweiterung von t hinein, bis das Entwässerungsventil i auf seinem Sitze aufruht. Der Wasserpfosten gibt dann Wasser. Senkt man das Ventil l, schlieſst es also, dann öffnet sich das Entwässerungsventil in bekannter Weise.

Ein anderer Vorschlag Reuther's (vgl. * Nr. 34039 vom 8. April 1885) bezieht sich auf einen Wasserpfosten, welcher sowohl als Straſsenbrunnen (zur Lieferung geringerer Wassermengen), als auch zur Speisung von Dampfspritzen benutzt werden kann; derselbe erinnert seiner allgemeinen Anordnung und seinem Zwecke nach an den Wasserpfosten der Königin Marienhütte (vgl. 1885 255 * 15).