Text-Bild-Ansicht Band 262

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Werthe lieferten, ging derselbe von reinem, gut krystallisirtem schwefelsaurem Manganoxydul aus und stellte damit vergleichende Manganbestimmungen an. Der Mangangehalt wurde auſser nach obigen Methoden auch noch durch Fällung mit kohlensaurem Natron festgestellt, wobei Atkinson ausdrücklich hervorhebt, daſs er jede Vorsicht beobachtete, um die Beimengung von Alkali zum Niederschlage zu verhindern. Die Zusammensetzung des angewendeten Mangansalzes war folgende:

Mn 23,61
SO4 41,04
Wasser 35,35
––––––
100,00.

Die Bestimmung des Mangans nach den 3 Methoden ergab folgende Gehalte:

Durch Fällung mit kohlensaurem Natron 23,61 % Mn
Bromwasser und Ammoniak 23,52
Auf maſsanalytischem Wege 23,10

Hiernach geben die beiden Fällungsmethoden übereinstimmende Zahlen, was, mit den von Atkinson. beobachteten Vorsichtsmaſsregeln zusammengehalten, für die Richtigkeit der erzielten Werthe spricht, so daſs die erhaltenen Abweichungen in einer Ungenauigkeit der maſsanalytischen Bestimmungsweise zu suchen sind. Atkinson sucht dies durch die Annahme zu erklären, daſs das Mangan auch bei Gegenwart von Eisensalzen nicht vollständig durch Bromwasser zu Hyperoxyd oxydirt und daſs ein anderer in Uebermangansäure übergeführter Theil durch den Zusatz von Alkohol zu weit reducirt wird.

Um den etwaigen Einfluſs des in den Manganerzen gewöhnlich enthaltenen Zinkes festzustellen, fügte Atkinson zu einer neuen Lösung des oben untersuchten Mangansalzes 2 Proc. Zink in der Form von Chlorzink hinzu und wiederholte die Untersuchung. Es wurden gefunden:

Durch Fällung mit Brom und Ammoniak 23,64 % Mn
Auf maſsanalytischem Wege 23,23

Die maſsanalytische Methode liefert also in diesem Falle ein etwas höheres Ergebniſs als vorher, was vielleicht darauf zurückzuführen ist, daſs das anwesende Zinksalz einen günstigen Einfluſs auf die vollständigere Oxydation des Mangans zu Hyperoxyd ausübt.

Atkinson gibt zum Schlüsse folgende Zusammenstellung der nach beiden Methoden bestimmten Mangangehalte bei der Untersuchung von 5 Manganerzen:


Versuch
Durch
doppelte Führung
Aus maſsanalytischen
Wege

Unterschied
1 4,82 4,85 + 0,03
2 14,51 14,14 – 0,37
3 15,75 15,35 – 0,40
4 16,72 16,40 – 0,32
5 18,39 18,00 – 0,39
6 23,65 22,79 – 0,86
7 36,67 36,20 – 0,47
8 43,80 43,04 – 0,76