Text-Bild-Ansicht Band 262

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senkrecht verschiebbar; sie wird gehoben durch den Daumen o der Welle l und die doppelarmigen Hebel p. Sobald das Ausheben der Formen stattgefunden hat, schiebt nun der beaufsichtigende Arbeiter die Platte m in wagerechter Richtung zur Seite, so daſs die benutzten Formen seitwärts von den Spindeln t, frische in die leeren Ringe der Platte m eingesetzte Formen aber über die Hülsen b der Spindeln zu stehen kommen. Der Tisch sinkt nunmehr nieder und die Lehren wie Abschneider kommen aufs Neue in Thätigkeit.

Die Maschine enthält zweifellos manches Hübsche, dürfte aber eine gründliche Durcharbeitung seitens eines Maschinenkundigen nöthig haben.

Die von M. Balcke in Düsseldorf (* D. R. P. Nr. 35416 vom 25. Juni 1885) in Vorschlag gebrachte Maschine zur Herstellung der Preſsnuſskohle benutzt eine bekannte Meſsvorrichtung, um in bestimmtem Verhältnisse mageren und fetten Kohlenstaub sowie flüssiges Bindemittel in eine dem Mischen dieser Theile dienende Polterschnecke zu bringen. Neu ist die Einschaltung einer Erweiterung in die Polterschnecke, zum Zwecke gründlichen Durcharbeitens der zu mischenden Stoffe. Letztere werden sodann sogen. Reibungspressen (vgl. Exter 1883 250 * 201) überantwortet, an welchen als neu eine Abschneidevorrichtung hervorgehoben wird. Um nämlich den (etwa) ungetheilt aus den Mundstücken der Presse hervorquellenden Strang zu zerlegen, befindet sich vor jedem Mundstücke ein Messer, welches gegen den Strang verschoben wird, während der Preſskolben zu neuem Stoſse ausholt.

Eine Einrichtung an Reibungspressen, um mittels derselben halbe Kühlenziegel herzustellen, von F. A. Schulz in Halle a. S. (* D. R. P. Nr. 34746 vom 18. Juli 1885) bezieht sich auf die Einschaltung zweier kleinerer neben einander liegender Preſsmundstücke an Stelle des den Exter'schen Reibungspressen eigenen einzigen Mundstückes. Die oberen und unteren Mundstücktheile sind in bekannter Weise gegen einander verstellbar (vgl. 1883 250 * 202). Auſser diesen Mundstücktheilen nutzen sich die Seitentheile längs schmalen Flächen ab, weshalb diese auswechselbar gemacht sind. a2 (Fig. 7 und 8 Taf. 11) ist z.B. ein auswechselbares Zwischenstück, während a1 als der Abnutzung nicht unterliegend, nicht ausgewechselt werden soll.

P. Servais in Ehrang (* D. R. P. Nr. 34413 vom 1. März 1885) hat eine Vorrichtung zum selbstthätigen Abheben der Thonplatten u. dgl. von Preſsformen angegeben, welche den Zweck hat, in geschlossener Preſsform gestaltete Gegenstände nach einem Orte zu tragen, von welchem sie durch Arbeiter bequem und gefahrlos entfernt werden können (vgl. Schlickeysen 1884 251 154). Voraussetzung ist, daſs man die Werkstücke mittels des Formbodens über den Rand der Form zu heben vermag; nachdem sie hier angekommen, soll die in Fig. 12 bis 15 Taf. 11 dargestellte Vorrichtung in Thätigkeit treten.

In diesem Zeitpunkte befindet sich das Werkstück A in der durch