Text-Bild-Ansicht Band 261

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die Flüssigkeit von dem einen Einsatze nach dem anderen gelangen kann. In jedem Kasten ist ein Rohrstück c eingegossen, welches nach auſsen führt und auf dessen inneres, in die Höhe gebogenes Ende das untere Ende b des darüber befindlichen Einsatzes B genau aufpaſst. Diese Rohrstücke c sind auſsen mit Hähnen r versehen und münden rechts und links in die Abzugsrohre C, durch welche von Zeit zu Zeit die in B und c abgelagerten festen Stoffe abgezogen werden können. Die Kästen A sind derart über einander angeordnet, daſs die Oeffnungen a und mit diesen auch die Rohrstücke c immer abwechselnd rechts und links zu liegen kommen.

Die Flüssigkeit tritt unten bei D ein und steigt in der Richtung der Pfeile in den einzelnen Kästen in die Höhe, um bei E durch das Rohr e wieder auszuflieſsen. Der Kasten E ist in der Zeichnung mit Filter wänden dargestellt; doch können diese auch wegbleiben. Auch kann die Flüssigkeit ihren Weg umgekehrt von oben nach unten machen.

Wenn die Flüssigkeit feste Stoffe von verschiedenem Gewichte mit sich führt und diese nach ihrem Gewichte getrennt werden sollen, so dürfen die Rohre c natürlich nicht in ein gemeinschaftliches Sammelrohr münden.

Der Apparat läſst sich auch dazu verwenden, um feste, lösliche Stoffe, welche man in die Einsätze B einfüllt, von einer durchgeleiteten Flüssigkeit auflösen zu lassen. Die beschriebene Anordnung der Setzcolonne soll den Vortheil bieten, daſs man dieselbe schnell aufbauen und aus einander nehmen kann und auch im Stande sein soll, durch Aufsetzen von mehr oder weniger Kästen A die Leistungsfähigkeit entsprechend zu ändern.

Schleuderapparat zur chemischen Behandlung von Flüssigkeiten, zum Filtriren, Abkühlen u. dgl.

Mit Abbildungen auf Tafel 3.

F. Reese in Dortmund (* D. R. P. KI. 12 Nr. 35616 vom 12. Mai 1885) vereinigt in seinem Apparate, in welchem Flüssigkeiten chemisch behandelt, geklärt, filtrirt, gewärmt oder gekühlt werden sollen und dabei gleichzeitig gehoben werden können, auf einer gemeinschaftlichen Achse eine Kreiselpumpe, eine Schleudertrommel und ein Flügelgebläse, Die zu behandelnde Flüssigkeit befindet sich in einem Behälter C (Fig. 4 Taf. 3), aus welchem sie durch Oeffnungen a in das Gehäuse der Kreiselpumpe K gelangen kann. Die von dieser angesaugte Flüssigkeit wird in dem Ringkanale R in die Höhe gedrückt und gelangt in das Innere des doppelten Schleuderkessels S, bei welchem der Zwischenraum der Siebwandungen m und n mit Filterkörpern oder, je nach Bedarf, mit bestimmten Chemikalien angefüllt ist. Auſsen sind an dem Schleuderkessel