Text-Bild-Ansicht Band 261

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zum Abzüge b gelangen. Mit dem Heben der Glocke bei gröſserem Gasdrücke wird die Feder f zusammengedrückt und dadurch der Raum zwischen den Feder Windungen verengt.

Fig. 13 Taf. 3 zeigt einen trockenen Gasdruckregler mit elastischer Platte m, welcher mit der gleichen Einrichtung versehen ist.

Bei dem Gasdruckregler mit Flüssigkeitsglocke von Fleischer, Müller und Comp. in Frankfurt a. M. (* D. R. P. Nr. 35090 vom 9. August 1885) erfolgt die Regelung durch zwei auf einander verschiebbare durchlochte Rohre. Das Gas tritt bei A (Fig. 10 Taf. 3) ein, steigt im Rohre E in die Höhe und tritt durch die Löcher in der Wandung desselben und des mit der Glocke D verbundenen Rohres F in die Glocke D und zum Ausgange B. Nimmt also der Gasdruck zu, so verschliefst der untere ungelochte Theil F1 des Rohres F einige der Oeffnungen im Rohre E. Durch Auflegen von Bleiplatten auf den Stift K der Glocke D wird die Einstellung auf einen bestimmten Druck bewerkstelligt.

Dieser Druckregler soll in gröſseren Abmessungen für Gasmotoren Verwendung finden können, um selbst nach Weglassung des Gummibeutels kein Zucken der von derselben Leitung gespeisten Gasflammen auftreten zu lassen (vgl. Bray u.a. 1886 260 * 502).

Einen trockenen Gasdruckregler mit Gummibeutel hat F. Clouth in Nippes bei Köln (* D. R. P. Nr. 34125 vom 31. Mai 1885) ausgeführt. Wie aus Fig. 8 und 9 Taf. 3 zu entnehmen, ist ein flacher Beutel a aus Gummi, der auch aus Leder, dünnem Bleche o. dgl. hergestellt werden kann, auf die Enden der das Gas zu- und ableitenden Rohre b und c aufgezogen. Von dem Einströmungsrohre b aus geht im Inneren des Beutels a ein Gummischlauch d, dessen offenes Ende zwischen zwei Bügeln e und f liegt (vgl. Fig. 8). Diese Bügel sind mit den Beutelwandungen verbunden und wird dadurch bei zunehmendem Gasdrucke, also bei Ausdehnung des Beutels a, das Ende des Schlauches d breit gequetscht und somit die Austrittsöffnung für das Gas verengt, Um den Regulator für einen bestimmten Druck einstellen zu können, wird der Beutel a bei wagerechter Lage entsprechend beschwert. Zur Ausschaltung des Regulators sind die Hähne g und h und in der Umleitung der Hahn i vorgesehen, so daſs man für diesen Fall nur die ersteren beiden zu schlieſsen, den letzteren dagegen zu öffnen braucht.

A. Bernstein's Glühlampe mit geringem Widerstande.

Mit Abbildung.

Alex. Bernstein hat am 25. März 1886 in der Society of Telegraph Engineers and Electricians in London einen Vortrag über seine neuen Glühlampen mit geringem Widerstande gehalten, welchem nach Engineering, 1886 Bd. 41 * S. 355 folgende Mittheilungen entnommen sind.