Text-Bild-Ansicht Band 261

Bild:
<< vorherige Seite

hindert den Riemenführer R2 an der Rückkehr vor die Losscheibe. Damit der Hebel F den Riemenführer nicht auch dann sperre, wenn derselbe vor der Einrückung der ersten Spindelgeschwindigkeit, also am Schlusse der Wageneinfahrt und am Beginne der neuen Ausfahrt des Wagens, vor der Scheibe III steht, trägt derselbe eine Nase J, welche in den genannten Zeiten von einer zweiten mit dem Hebel o1 verbundenen Nase J1 abgefangen wird.

Die erneute Wendung der Steuerwelle w läſst endlich den Arm l des Hebels l l1 , der bisher auf der Stufe des Excenters E ruhte, am Excenterumfange entlang gegen das Wellenmittel hin gleiten, so daſs, die Feder f4 den Riemenführer R1 von der Auszugscheibe c vor die Losscheibe L1 stellt und somit die Wagenausfahrt ihr Ende erreicht. Gleichzeitig hiermit setzt aber das zweite Excenter der Steuerwelle durch Einkehren der Kuppelung;; die Zählscheibe S in Drehung und es endet der Druck der Zählrolle 1 gegen den Hebel H F, endlich auch die Spindelbewegung, indem das Ende F dieses Hebels, an der Nase g1 emporgleitend, den Führer R2 auslöst. Das Gewicht G1 fällt bis zur Stützung auf den Hebel s herab und der Riemen wird von Scheibe III auf die Losscheibe L2 verschoben. In Folge der bogenförmigen Gestalt der die Nase g1 stützenden Kante des Hebelkopfes F findet die Riemenverschiebung im Anfange langsam statt, so daſs die gänzliche Ausrückung des Riemens auf einem kleinen Wege, also in kürzester Zeit erfolgen und bei der gleichzeitig stattfindenden Einkehrung des Abschlagrades A eine Störung der Spindeldrehung nicht eintreten kann. Die hierauf folgende Einfahrt des Wagens endet sodann in der bereits im Eingange beschriebenen Weise.

V. Lenoir in Paris (* D. R. P. Nr. 22240 vom 31. Oktober 1882) theilt zur Erzielung verschiedener Drehungsrichtungen der Spindeltrommeln, also rechts oder links gedrehter Garne, die Trommelwelle des Selfactors. Die gegenüber stehenden Enden der beiden Wellentheile w1, w2 (Fig. 8 Taf. 4) tragen Scheiben s1, s2 , welche durch zwei Schraubenbolzen b1, b2 mit einander verbunden werden können, wenn die Trommel t im Sinne des antreibenden Wellenstückes w1 umlaufen soll. Die Entfernung der Bolzen und Einrückung des Kegelrades k1 in die auf den beiden Theilen der Trommelwelle befestigten Kegelräder k2, k3 bewirkt dagegen Drehung des getriebenen Wellentheiles im umgekehrten Sinne des treibenden. An Stelle der Kegelradübertragung ist in der Patentschrift auch ein Schnurenlauf vorgeschlagen.

Um dem Uebelstande zu steuern, daſs bei dem Bruche eines zwischen den Vorgarncylindern und den ausfahrenden rotirenden Spindeln eines Selfactors ausgespannten Fadens das von der Spindel ausgehende Fadenende auf die Nachbarfäden übergeschleudert wird und auch Beschädigungen dieser hervorruft, bringt E. Wagner in Krimmitschau (* D. R. P. Nr. 31871 vom 30. Oktober 1884) so, wie dies Fig. 7 Taf. 4 zeigt, auf dem Drahte