Text-Bild-Ansicht Band 261

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unmittelbar in die Farbflüssigkeit eintaucht, besitzt einen rechteckigen, fensterartigen Ausschnitt, durch welchen die Farbe zur Saugledereinlage gelangen kann. In Folge der Capillarität durchtränkt sich das Leder mit ihr bis vorn an die Schreibfläche des Federgestelles; die Feder ist nun zum Schreiben zusammenhängender schmälerer oder breiterer Striche vorbereitet. Jede Schreibfeder ist mit ihrem Schreibhebel durch Vernietung verbunden. An ihrem der Feder entgegengesetzten oberen Ende tragen beide Schreibhebel eine längere Hülse, die bei k2 über einen in die vordere Gestellwange des Apparates eingesetzten Dorn geschoben wird, um welchen dann jeder derselben beweglich ist. Zwei drehbare Stiftchen k1 (Vorreiber) halten in ihrer in Fig. 3 gezeichneten Lage die Schreibhebel auf den Dornen zurück und verhüten somit ein Herabgleiten derselben während ihrer Bewegung, Beide Schreibhebel haben, der Wirkung der Schwere folgend, das Bestreben, sich frei nach unten zu legen. Diesem Bestreben wirken jedoch die Zinken der Gabel N, auf welche sich die Schreibhebel mit ihren nach hinten vorstehenden Anschlagstiften k3 auflegen, entgegen, so daſs die Federn in der Ruhelage der Gabel, d.h. bei stromloser Leitung, wie in Fig. 1 dargestellt, neben einander im Gleichgewichte liegen. Tritt jetzt ein Strom von bestimmter Richtung auf, durch welchen beispielsweise die mit dem Anker U (Fig. 5) aus weichem Eisen auf derselben Welle n befestigte Gabel N nach rechts gelegt wird, so drückt die linke Zinke gegen den Anschlagstift des linken Schreibhebels, die Punktfeder steigt und bewirkt auf dem um die Druckrolle v geführten Papierstreifen den Abdruck des Halbstriches. Im Augenblicke des Aufhörens der Stromwirkung kehrt der Anker U und die mit demselben auf gleicher Achse aufgesteckte Gabel N nebst der linken Feder durch den weiter unten beschriebenen Polarisationsmagnet beeinfluſst, in die Ruhestellung zurück, wohin unter der Einwirkung der rechten Zinke auch die bisher gesenkte Schreibfeder wieder emporsteigt. Ein entgegengesetzt gerichteter Strom legt den Anker und die Gabel nach links, wobei die Strichfeder gehoben wird und schreibt.

Das Farbgefäſs M (Fig. 1 bis 4) ist an der vorderen Apparatwange verstellbar und kann zwei bestimmte Lagen, eine hohe und eine tiefe, einnehmen. In der hohen Lage tauchen beide Federn in die Farbflüssigkeit ein. Stellt man den Hebel M2 nach links, so wird das Farbgefäſs aus der hohen in die tiefe Stellung übergeführt. Es geschieht dies mittels des in einen Einschnitt der Messingplatte M1 eingreifenden Daumens dieses Hebels, welcher, je nachdem er von links nach rechts oder umgekehrt gedreht wird, die Platte an der Gestellwange herunter führt oder in die Höhe steigen läſst. Die Platte M1 besitzt zwei Hülsen, durch welche zwei an dem Farbgefäſse M sitzende eiserne Stifte hindurchgreifen und sich durch Schlitze in der Apparatwand auch noch durch diese hindurch fortsetzen. Zwischen M1 und M liegt noch die