Text-Bild-Ansicht Band 261

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hinten zwei aufwärts stehende Backen, in welche zwei mit Schraubengewinde versehene Stifte und etwas tiefer zwei Führungsstifte eingesetzt sind. In geringem Abstande von dem Schlitten sind rechts und links neben demselben auf der Grundplatte B zwei Träger aufgesetzt, welche die beiden in jene Ansätze eingeführten Schraubenspindeln aufnehmen. Mittels dieser beiden Schrauben – und zwar indem man die eine Mutter u1 lüftet, die andere anzieht – kann der Schlitten U1 in engen Grenzen von links nach rechts und umgekehrt verschoben werden, bis die richtige Mittellage des Ankers erreicht ist, wobei die Schneide des Ankers U scharf gegen die obere Kante des Eisenprisma u gerichtet ist.

Vor den Polen des Magnetes liegt ein Schlieſsungsanker aus weichem Eisen, welcher durch einen an die Unterseite der Grundplatte B angeschraubten Messingbügel geführt wird. Der Schlieſsungsanker ist in seiner Lage von der Stellung des Bremshebels des Laufwerkes abhängig. Ist der Hebel nach rechts gestellt, wobei das Laufwerk gehemmt ist, so liegt der Eisenstab, den Magnet schlieſsend, vor den Polen desselben; in der linken Stellung des Bremshebels dagegen ist der Magnet offen und das Laufwerk ausgelöst. Weil der Empfangsapparat geräuschlos arbeitet, so wird ihm für Leitungen, die nicht in ununterbrochenem Betriebe sind, ein Wecker beigegeben, für welchen der Bremshebel zugleich als Kurbelumschalter dient. In der rechten Stellung des Hebels ist nämlich die an das Apparatgestell geführte Telegraphenleitung auf Wecker geschaltet; in der linken dagegen wird der aus der Leitung ankommende Strom durch den Empfangsapparat geführt und der Wecker ist dabei ausgeschaltet. Eine Abweichung hiervon zeigen jetzt die Apparate des Reichs-Postamtes. Um nämlich zu verhüten, daſs der Telegraphirende bei Berührung des Bremshebels von einer durch die Leitung zum Apparatgestelle kommenden atmosphärisch-elektrischen Entladung getroffen werde, wird die Leitung gar nicht an den Apparat geführt, sondern an eine Schiene, welche zwar vom Bremshebel aus bewegt wird, dabei aber nicht in metallische Berührung mit ihm kommt; eine an der Schiene angebrachte Contactfeder berührt in den beiden Stellungen des Bremshebels die eine oder die andere von zwei messingenen Contactschienen und schaltet so die Leitung auf den Wecker oder auf den Schreibapparat; zugleich läſst eine mit einer Theilung versehene Messingplatte erkennen, wie weit der Bremshebel und durch diesen der Schlieſsungsanker verschöben und so die Wirkung des Magnetes in der von Estienne gewählten, gleich näher zu besprechenden Weise abgeändert wurde.

Neuerdings bringt Estienne an Stelle des rechten und linken Contactes des Bremshebels auf der Vorderseite der Grundplatte und zwar innerhalb der durch den Hebel bestrichenen Ebene drei Contactknöpfe an. Dieselben gestatten eine Einstellung des Hebels auf drei verschiedene Stellen und hierdurch Abstufung der magnetisirenden Kraft des Läufers