Text-Bild-Ansicht Band 261

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Auch die Schleifradspindel, welche in Fig. 9 gezeichnet ist, ist mit nachstellbaren Lagern, ähnlich den oben beschriebenen, ausgestattet. Das linke Lager wird mit Hilfe der Mutter W3 nachgezogen, nachdem man die Schutzkappe X3 abgeschraubt hat, während das rechte Lager durch die Muttern Y3 und Z3 verschoben wird. Die Büchsen können aus dem Scheibengestelle Z entfernt werden, ohne daſs man nöthig hätte, die Einstellung der Lagerbüchsen aufzuheben. Es genügt hierzu das einfache Lösen der gleichzeitig als Oelröhrchen dienenden Schrauben A4 und B4 und das Abschieben der Schleifscheibe, Die Antriebscheibe C4 und die Flansche D4 sind aus einem Stücke hergestellt, welches auf den Kegel E4 aufgepaſst ist und durch Muttern in seiner Lage gehalten wird. Am linken Ende der Welle ist eine Ausbohrung, welche den kegelförmigen Zapfen H4 einer kleinen Schmirgelscheibe I4 aufnimmt, die hauptsächlich für das Schleifen von ebenen Flächen benutzt wird, wie es aus Fig. 17 zu ersehen ist, während die groſse Schmirgelscheibe J4 meist zum Abschleifen der Gegenstände zwischen den Spitzen verwendet wird. Die Scheibe I4 kann jederzeit leicht entfernt werden durch Zurückschrauben der rechten Spindelmutter und Lösen von A4, wonach man die Welle mitsammt dem linken Lager herausziehen kann, ohne die Lagereinstellung aufheben zu müssen. Sollte die Schmirgelscheibe zu fest sitzen, so kann man zum Lüften die linke Spindelmutter benutzen. Die Schmirgelscheibe I4 wird zwischen weichen Leder- oder Gummischeiben gefaſst.

Sollen Gegenstände inwendig ausgeschliffen werden, so wird hierzu eine Schleifscheibe mit besonderem Ständer angewendet, wie aus Fig. 13 und 16 zu erkennen ist. An Stelle der Scheibe C4 setzt man dann die in Fig. 10 besonders gezeichnete doppelte Riemenscheibe.

Das zu der Maschine gehörige Deckenvorgelege ist in den Fig. 1 und 2 mit angegeben und dürfte wohl ohne weitere Beschreibung klar sein. R4 ist der 75mm breite Haupttreibriemen. Die Bewegung der Schmirgelscheibe wird gesteuert durch den Ausrücker H5, während unabhängig hiervon durch den Ausrücker I5 die Bewegung des Arbeitstückes eingeleitet bezieh. aufgehoben wird. Es bietet dies den Vortheil, die Schmirgelscheibe ruhig weiter laufen zu lassen, wenn man das Arbeitstück umspannt oder auswechselt. Man erzielt hierdurch eine bessere Arbeit und spart an Zeit. Um die Zeit möglichst ausnutzen zu können und das Werkstück rasch zum Stillstande zu bringen, ist mit dem Ausrücker I5 auch eine Bremse J5 (Fig. 1) in der Weise verbunden, daſs dieselbe zur Wirkung kommt, wenn der Riemen von der Fest- auf die Losscheibe gebracht wird.

Bezüglich der Abmessungen der Maschine sei bemerkt, daſs die Spitzenhöhe 152mm, die Spitzenweite bis 710mm beträgt. Der Drehtisch I kann aus seiner mittleren Lage nach beiden Seiten hin um 10° gedreht werden, was ungefähr einer Neigung von 1 : 6 entspricht. Der Weg des Schlittens T