Text-Bild-Ansicht Band 261

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Anordnung besitzt groſse Einfachheit und soll sich für Umlaufszahlen bis zu 1000 bewähren.

Um ein Schieberexcenter nach Hub und Voreilung durch eine entlang der Achse gerichtete, vom Regulator beeinfluſste Bewegung zu verstellen, hat Mathew Heslop in London (* D. R. P. Kl. 47 Nr. 34763 vom 21. Mai 1885) die in Fig. 11 und 12 Taf. 12 dargestellte Anordnung getroffen. Das den Dampfmaschinenschieber o. dgl. bewegende Excenter a ist auf dem fest auf der Welle e sitzenden Excenter g drehbar, so daſs sich bei Verdrehung von a die beiden Excentricitäten gegenseitig verringern oder vermehren. Die Drehung des Excenters a vermitteln die Stangen w, welche mit einem Ende fest in der auf der Welle e lose drehbaren Scheibe q befestigt sind und mit dem anderen Ende in Schlitze r und s am Excenter a (vgl. Fig. 11) greifen. Wenn die Stangen n um die Welle e gedreht werden, gleiten die Enden in den Schlitzen r und s und dadurch erfolgt die Verstellung von a auf g. Die Stangen n reichen durch die Scheibe l, welche längs der auf der Welle e festen Hülse d verschiebbar ist, dabei aber, indem eine Feder an der Scheibe l in einer Schraubennuth p an der Hülse gleitet, gedreht wird und somit auch die Stangen n verdreht.

Für Centrifugalregulatoren mit unmittelbarer Uebertragung ist noch ein Vorschlag von Ludw. Becker in Offenbach a. M. (* D. R. P. Nr. 33466 vom 12. April 1885) anzuführen, welcher die Benutzung des Drosselventiles als Absperrventil ermöglicht, ohne daſs hierbei der Regulator in Mitleidenschaft gezogen wird (vgl. Schaff er und Budenberg 1886 259 * 433). Hierzu wird von dem Regulatormuffe nach der Stange des Drosselventiles eine Hebelverbindung mit eingeschalteter Zugstange angeordnet. Dieselbe besteht aus zwei Theilen, welche durch eine Mutterhülse in feste Verbindung mit einander gebracht werden. Diese Hülse wird durch ein Handrad bethätigt, so daſs bei einem Drehen desselben nach der einen Richtung die Verbindung gelöst und der Stangentheil, welcher mit dem Drosselventile verbunden ist, bewegt, letzteres also geschlossen wird. Hierbei kann sich der obere, mit dem Muffe in Verbindung stehende Theil der Stange gegen den unteren Theil durch einen in einem Schlitze spielenden Querstift frei bewegen, ohne von diesem beeinfluſst zu werden.

Für indirekt wirkende Centrifugalregulatoren sind folgende Neuerungen zu erwähnen.

Eugen Klein in St. Petersburg (* D. R. P. Nr. 33817 vom 24. April 1885) verwendet bei einem indirekten Uebertrager das bekannte Wendegetriebe mit Reibungskegelrädern, wobei der gebräuchlichen Anordnung mit lothrechter Regulatorwelle gegenüber diese wagerecht auf dem Schieberkasten gelagert ist, so daſs das je nach dem Wechsel der Maschinengeschwindigkeit nach der einen oder anderen Richtung gedrehte getriebene Reibungsrad lothrecht steht. Die Achse des letzteren