Text-Bild-Ansicht Band 261

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trägt an ihrem unteren Ende eine Sehraube, die in ein unmittelbar auf der Spindel des Expansionsschiebers sitzendes Schneckenrad eingreift, so daſs durch dessen Verdrehung die Expansionsschieber verstellt werden, wie es z.B. bei der Meyer'schen Steuerung erfolgen kann.

Bei der von Berth. Zimmer in Berlin (* D. R. P. Nr. 33786 vom 28. Juni 1885) entworfenen Stell- und Sicherheitsvorrichtung für indirekt wirkende Centrifugalregulatoren ist ebenfalls ein Reibungswendegetriebe verwendet und das getriebene Rad, welches je nach dem Ausschlage der Schwungkugeln mit dem einen oder dem anderen treibenden Rade in Berührung kommt, also entsprechend die innere Steuerung nach der einen oder anderen Richtung verstellt, auf einer Welle befestigt, deren Lager in Gleitschienen durch einen Handhebel verstellt werden können. Wird hierdurch das getriebene Rad bei lothrechter Aufstellung des Regulators gehoben, so bleibt das Rad in Eingriff mit dem oberen treibenden Rade, auch wenn die mittlere Geschwindigkeit der Maschine überschritten ist; es wird also die vom Regulator bethätigte innere Steuerung noch weiter so verstellt, daſs die Dampffüllung vergröſsert wird. Somit kann durch Heben der getriebenen Achse die Geschwindigkeit der Maschine vergröſsert werden; der gröſseren Geschwindigkeit entspricht dann eine derart höhere Lage des treibenden oberen Rades, daſs dasselbe sich mit dem getriebenen Rade nicht mehr in Eingriff befindet. In gleicher Weise kann die gewöhnliche Geschwindigkeit durch Senken der getriebenen Achse verkleinert werden. Von dieser wird durch Riemenübertragung ein kleines Zahnrad bewegt, welches in eine Zahnstange greift, von der aus die innere Steuerung der Maschine unmittelbar beeinfluſst wird. Damit nun ein Ueberreguliren nicht stattfinden kann, also der Füllungsgrad nicht über eine gegebene obere bezieh. untere Grenze verändert wird, ist die erwähnte Zahnstange an den betreffenden Stellen mit je einem beweglichen Zahne versehen, der nach einer Richtung ausweicht, so daſs das Zahnrad die Stange nicht mehr vorwärts bewegen kann. Dieses Ausweichen findet jedoch erst statt, wenn der Zahn sich mitten unter dem Getriebe befindet, indem vorher ein in seitlichen Gleitbahnen sich führender Riegel den Zahn festhält und erst in der bezeichneten Lage des Zahnes denselben freiläſst. Um die Grenzen des Füllungsgrades auch ändern zu können, sollen einige solcher falschen Zähne in die Stange eingeschaltet werden, von welchen dann nur einer ausweichen kann, während die anderen durch eingesteckte Stifte festgestellt werden.

Eine zeitweise Bremsung der Schwungkugeln wollen A. Therkelsen und Jul. Bruun in Kopenhagen (* D. R. P. Nr. 33335 vom 27. Januar 1885) bei einem indirekt wirkenden Centrifugalregulator anwenden. Die Riemenscheibe N (Fig. 5 Taf. 12) treibt mittels der Kegelräderpaare a, c und b, h in entgegengesetzter Richtung, aber mit gleicher Geschwindigkeit, die beiden Hohlspindeln r3 und r4, in welchen die vollen Spindeln r1