Text-Bild-Ansicht Band 261

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Welle w1 treiben. Die Zuleitung des Stromes in die Umwickelungen der Elektromagnete erfolgt durch Schleiffedern e und e1. Sobald nun das Ende des von der Regulatorhülse geführten Hebels z einen der Contacte c und c1 berührt, wird der elektrische Strom in das entsprechende Elektromagnetpaar geleitet, dadurch von dessen Kernen die zugehörige Scheibe s bezieh. s1 angezogen und durch Eintreten der Kerne in die Löcher der Scheibe gekuppelt; die Welle w1 wird dann entsprechend rechts oder links gedreht.

Es ist noch die Regulireinrichtung der Elektrotechnischen Fabrik Cannstatt und der Maschinenfabrik Eſslingen (* D. R. P. Nr. 34232 vom 27. Januar 1885) zu erwähnen, welche allerdings nicht dazu bestimmt ist, den Füllungsgrad einer Dampfmaschine zu regeln, sondern dem Zwecke dienen soll, bei wechselnder Geschwindigkeit einer treibenden Welle innerhalb bestimmter Grenzen eine gleichmäſsige Geschwindigkeit der getriebenen Welle zu erhalten und beim Ueberschreiten dieser Grenzen ein sofortiges Auslösen der mit der getriebenen Welle verbundenen Maschinen oder Apparate zu bewirken. Hierzu ist auf beiden Wellen je ein Riemenkegel angebracht; der um diese gelegte Riemen wird durch einen Centrifugalregulator mit indirekter Uebertragung durch Kegelräderwendegetriebe mit Reibungskuppelung mittels eines Riemenführers verstellt, welcher auf einer in Drehung versetzten Schraube mit Muttergewinde aufgesetzt ist. Hierbei ist die Anordnung des Regulators so getroffen, daſs, sobald die getriebene Welle wieder die richtige Geschwindigkeit angenommen hat, die Reibungskuppelung ausgelöst wird, also ein Ueberreguliren vermieden ist. Die Regulatorwelle wird von der getriebenen Welle durch Riemen in Drehung versetzt. Damit nun, sobald die Geschwindigkeit der getriebenen Welle ihr zulässig gröſstes oder kleinstes Maſs erreicht hat, sofort eine Auslösung der zu treibenden Maschinen erfolgt, sind zwei Klinkenapparate angeordnet, von welchen je einer durch den Riemenführer ausgelöst wird, sobald derselbe den Riemen in die äuſserste Stellung rechts bezieh. links geschoben hat. Die Auslösung erfolgt durch die Wirkung einer Feder und wird dabei eine Stange, welche die Kuppelung bethätigt, aufwärts geschnellt.

Die von W. Mason in Boston (* D. R. P. Nr. 32438 vom 11. Februar 1885) angegebene Regulirvorrichtung ist im Besonderen für Dampfpumpen berechnet und befindet sich, wie Fig. 4 Taf. 12 zeigt, in einem verschlossenen Gehäuse. Von der Kolbenstange der Maschine aus wird durch einen schwingenden Hebel l die im Gehäuse, dessen unterer Theil b mit passender Flüssigkeit gefüllt wird, angeordnete doppelt wirkende Plungerpumpe a bewegt, so daſs von der in b vorhandenen Flüssigkeit durch Seitenkanäle eine gewisse Menge nach dem Sammelbehälter f gedrückt wird, um von hier aus wieder nach b zurückzuflieſsen. Zufluſs wie Rückfluſs sind durch Ventile regelbar, so daſs bei gewöhnlichem Gange der Maschine die gleich groſse Menge Flüssigkeit durch die Regulatorpumpe