Text-Bild-Ansicht Band 261

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nach f gedrückt wird und wieder zurückflieſst, also der in f befindliche Kolben h in seiner mittleren Lage bleibt. Wird dagegen der Gang der Maschine, also auch derjenige der Pumpe schneller oder langsamer, so wird die Menge der nach f gedrückten Flüssigkeit gröſser oder kleiner als die Menge der fortdauernd zurückflieſsenden und damit hebt bezieh. senkt sich der Kolben h, wodurch die Drosselklappe der Dampfmaschine mittels Gestänges t entsprechend verstellt wird. Zur Verhütung plötzlicher Bewegungen ist der Kolben h noch mit einer Flüssigkeitsbremse n versehen. – Den Mason'schen Regulator, welcher bereits bei groſsen Pumpwerken in Amerika Anwendung gefunden, bringen in Europa Haskins, Davis und Comp. in London in den Handel.

Zum Schlusse möge auf eine Abhandlung von Prof. Gust. Herrmann in der Zeitschrift des Vereins deutscher Ingenieure, 1886 * S. 253, betitelt „Die graphische Untersuchung der Centrifugalregulatoren“ aufmerksam gemacht werden, welche darlegt, wie auf zeichnerischem Wege eine genaue Bestimmung der Tachometer verschiedener Construction möglich ist.

Crist's Compound-Dampfmaschine mit schwingendem Kolben.

Mit Abbildungen auf Tafel 12.

Eine Compoundwirkung des Dampfes erreicht W. E. Crist in New-York (* D. R. P. Kl. 14 Nr. 33962 vom 29. April 1885) bei Dampfmaschinen, bei welchen zwei an einer schwingenden Achse befestigte Flügel sich in Kammern dicht schlieſsend hin und her bewegen, durch verschiedene Gröſse dieser Kammern und entsprechende ungleiche Längen der Flügel; der Dampf kommt nach einander in diesen Kammern zur Wirkung. Fig. 15 und 16 Taf. 12 zeigt die Einrichtung einer solchen als sogen. Boxmaschine ausgeführten Dampfmaschine.

Das Gehäuse ist in zwei Räume getheilt, von welchen in den oberen der frische Dampf zutritt und der untere als Abdampfkammer dient; in letzterer ist noch spiralförmig die Speisewasserleitung o gelegt, um das Speisewasser vom Abdampfe vorwärmen zu lassen. Der obere Raum B des Gehäuses erhält die Kammern C und C1 für den Flügelkolben H H1, während ein an das Gehäuse besonders angeschraubter Kasten A den Kurbelmechanismus umhüllt. Das Lager für die Achse des Flügelkolbens H H1 ist in einen entsprechenden viereckigen Raum im Maschinengehäuse besonders eingesetzt; die Achse des Flügelkolbens ist hohl und steckt in derselben der für sich schwingende Steuerhahn F. Die Dichtung aller dieser Theile dürfte erhebliche Schwierigkeiten machen.

Der frische Kesseldampf kann nun aus der Kammer B des Maschinengehäuses in die Kammern i des Lagerkastens für die Kolbenflügelachse treten und gelangt aus diesen durch die Oeffnungen m und o in die Hohlräume f1 des Steuerhahnes F und wird durch dessen Schwingung abwechselnd