Text-Bild-Ansicht Band 261

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Apparat veranschaulicht Fig. 9 Taf. 17. Derselbe bildet eine Gasverdichtungspumpe, deren Cylinder C nach unten durch eine angeschraubte Flasche D verlängert ist. Ebenso erhält auch der Pumpenkolben A eine Verlängerung B, welche jedoch in der Flasche D nicht dicht schlieſst, sondern einen engen Raum zwischen sich und der Flaschenwandung läſst. Die Flasche D ist von einem Gehäuse G umhüllt, welches mit schlechten Wärmeleitern F angefüllt wird. Der Pumpencylinder besitzt in seinem unteren Theile Rohrstutzen, von denen in Fig. 9 einer bei H ersichtlich gemacht ist und an welche sich Leitungen mit dem Saug- und Druckventile für die Pumpe anschlieſsen.

Bei der Aufwärtsbewegung des Kolbens A wird eine bestimmte Menge Luft oder eines beliebigen Gases angesaugt und diese dann beim Niedergange des Kolbens zusammengepreſst. Die Vertheilung der dabei erhitzten Luft in dünner Schicht an der Wandung der Flasche D bedingt eine rasche Wärmeabgabe an die Flaschenwand. Die zusammengepreſste Luft wird dann entweichen gelassen und eine frische Menge derselben eingeführt. Die von der Flaschenwandung aufgespeicherte Wärme kann z.B. zur Reduction von Erzen u. dgl., welche auf den Boden der Flasche D bei E zu liegen kommen, verwendet werden.

Bei der Umkehrung dieses Verfahrens, durch die bei der Verdünnung von Gasen stattfindende Wärmeentziehung, können natürlich in ähnlicher Weise sehr niedrige Temperaturen erzeugt werden.

O. Klaunig's Trockenapparat für Schlempe und Treber.

Mit Abbildungen auf Tafel 17.

Zum Trocknen von Schlempe, Trebern u. dgl. bringt Otto Klaunig in München (* D. R. P. Kl. 82 Nr. 35853 vom 21. Juli 1885) eine fest liegende, geschlossene, von Heizgasen umspülte Trommel, in welcher sich zwei Rührflügel mit verschiedener Geschwindigkeit drehen und wobei die Luft aus der Trommel abgesaugt wird, in Vorschlag. Wie in Fig. 7 und 8 Taf. 17 veranschaulicht ist, ruht die Achse C des einen Flügels B in den Naben der Armkreuze des zweiten um den ersten bewegten Flügels A und wird mittels Riemen in schnelle Drehung versetzt, während auf den Naben des Flügels A, die in den Stirnwänden der Trommel lagern, Kettenräder stecken, die mittels Gelenkketten von einer gemeinschaftlichen Welle V aus langsam umgedreht werden. Durch die mit Deckeln M und N verschlieſsbaren Oeffnungen in den Stirnwänden wird die Trommel beschickt und entleert. Durch die Rohre L, welche mit einer Luftpumpe in Verbindung stehen, wird der sich bildende Dunst aus der Trommel abgesaugt. Die Luft kann in die Trommel durch das Rohr F treten. Die Trommel wird so weit mit der zu trocknenden Masse gefüllt, daſs das mittlere Rührwerk B in dieselbe ein