Text-Bild-Ansicht Band 261

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Der obere Theil der Brust der Herde a ist, wie aus den Abbildungen Fig. 1 bis 5 auf S. 300 hervorgeht, mit einer ausgekleideten und mittels des in Fig. 5 ersichtlichen Aufzuges zu bedienenden Hebelthür geschlossen. Im oberen Theile dieser Thür befindet sich eine mit Schieber verschlieſsbare Oeffnung 2, hauptsächlich zum Zwecke, durch sie das Hereinziehen des Roheisens aus dem Vorwärmer in den Frischherd vorzunehmen. Den unteren Brustverschluſs bildet eine mit mehreren (hier 3) Arbeitsöffnungen versehene Guſsplatte, welche in an der Seitenverankerung befindliche Haken eingehängt, oder gleich einer Thür in Angeln beweglich ist, also nach Bedarf entfernt oder geöffnet werden kann.

Was den Fülltrichter 3 betrifft, so ist der Schieber desselben mit ein Paar Löchern versehen, um der Flamme Zutritt zu den im Trichter befindlichen Kohlen zu schaffen und dieselben solcherart zum Theile durch die Wärme der Gase, zum Theile, nach Forsberg's Absicht, durch Verbrennen eines Theiles der Kohle zu trocknen und vorzuwärmen.

Die hohlen Seitenwände 4 (Fig. 4) sind durch Schieber in Kanäle getheilt, um den durchströmenden Wind den passend scheinenden Weg zu leiten. Bei dem dargestellten Feuer tritt der Wind durch 5 (Fig. 3) ein und bei 6 zur Düsenleitung. Die Leitung 7 führt den Verbrennungswind in einen Schmelzherd b, in welchem das zu verfrischende Roheisen geschmolzen werden soll. Das Einschmelzen des Roheisens in einem gesonderten Herde ist, so weit bekannt, bisher nur beim Vorschlage geblieben und wird die Abhitze der Feuer in gewöhnlicher Art zum Vorwärmen des Roheisens benutzt, oder kann sonst in irgend einer Weise nutzbar gemacht werden. In solchen Fällen entfällt selbstverständlich der in der Zeichnung an die zwei Feuer angeschlossene Generator. Wenn übrigens das Einschmelzen des Roheisens in der gedachten Weise erfolgen würde, so sollte dasselbe nach Forsberg's Ansicht durch in der Zeichnung ersichtliche Rinnen in die Frischherde geleitet werden.

Ein einmonatlicher Versuchsbetrieb mit einem zu Skutskär neben gewöhnlichen schwedischen Lancashire-Herden aufgestellten Feuer gab Erfolge, welche sehr zu Gunsten der Neuerung sprechen. Während die Wochenerzeugung eines Zweiformherdes 11300k betrug, war die des neuen Herdes 15600k, somit um 33 Proc. gröſser, und ausschlieſslich sogen. Prima-Qualität. Andererseits wurde der Aufwand an Holzkohle auf 100k Product von 0cbm,500 im ersten Falle auf 0cbm,411 im zweiten, also auf 82 Proc. abgemindert. Der Abbrand blieb in beiden Fällen nahe derselbe: 12,93 Proc., entsprechend einer Vorwage von 11485.

Ungeachtet der nahe 40 procentigen Erhöhung der Leistung beim Dreiformherde ist doch gegenüber den Zweiformherden keine Vermehrung des Arbeitspersonales nothwendig; aber es ist selbstverständlich, daſs flinke Leute verwendet werden müssen, um dem rascheren Gange des Feuers, welcher durch die vermehrte Verbrennung der Kohlen herbeigeführt wird, zu folgen. Ganz besonders aber muſs betont werden, daſs