Text-Bild-Ansicht Band 261

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einen Schwalbenschwanz verbunden. Der Träger t nimmt übrigens auch den Kühlwasserbehälter v auf, zu welchem die Zuleitung des Kühlwassers durch das mit dem Trichter k versehene Rohr erfolgt. Die Verstellung des Bodens wird vom Handrade h auf der Achse w aus bewirkt und durch die Zahnräder z vermittelt, deren zweites die Mutter zur Bodenschraube s trägt, welche in den Querträger drehbar gelagert ist. Die Schraube s ist in dem Träger t befestigt und, da letzterer wieder mit dem von den vier Seitenzacken umgebenen Boden verbunden ist, vor Drehung gehindert.

Der verstellbare Boden bezieh. die Bodenschraube bezweckt, das Feuer jeder Zeit in jene Bedingungen zu versetzen, welche dem Verlaufe am zuträglichsten sind, mit anderen Worten, das Frischen zu fördern und die Gleichmäſsigkeit desselben zu erhöhen. Dem entsprechend wird daher der Boden zu Beginn der Hitze gehoben, während derselbe während des Aufbrechens und Einschmelzens zur Luppe seine gewöhnliche Lage einnimmt, Daſs solche Feuer mit Bodenschraube bei sonst gleichen Umständen, insbesondere in ökonomischer Richtung die besten Erfolge geben müssen, liegt klar am Tage und wird überdies bewiesen durch die Ergebnisse der beiden Feuer zu Hult, welche die aller übrigen Feuer in beachtenswerthem Maſse übertreffen. Die Thatsache, daſs solche Feuer mit Bodenschraube zu Hult in dauerndem Betriebe stehen, beweist zugleich, daſs mechanische Schwierigkeiten, welche vielleicht von manchem als mit dem Systeme verbunden angenommen werden mögen, falls sie überhaupt vorkommen sollten, bedeutungslos sind.

Abgesehen von dieser letzten Neuerung bezweckt Forsberg mit seinen Feuern: 1) Erhöhung der Güte des Productes bezieh. Verminderung der Empfindlichkeit des Frischprozesses und 2) ökonomischeren Betrieb mit Bezug auf Materialaufwand und Arbeit.

Was den ersten Punkt betrifft, so ist die Empfindlichkeit des Frischfeuers vor Allem darin begründet, daſs Temperatur und Frischwirkung in innigem Zusammenhange stehen, die Temperatur selbst in den heiſsesten Theilen des Feuers jener nahe liegt, bei welcher der Prozeſs überhaupt noch durchführbar ist, während sie an anderen Stellen nicht unbeträchtlich unter dieser Grenze bleibt. Dies macht es auch erklärlich, daſs die Eisengüte bei den bisherigen Feuern so sehr von der Eignung, dem Fleiſse und der Kraft des Arbeiters abhängt, in dessen Hand es liegt, alle Theile des Einsatzes denselben Bedingungen zu unterwerfen, und daſs man, um die Güte nicht zu gefährden, so sehr am einmal Erprobten und Eingeübten festhält.

In richtiger Erkenntniſs der Thatsachen strebt daher Forsberg Erhöhung der Temperatur im Allgemeinen und gröſsere Gleichmäſsigkeit derselben im ganzen Feuerraum an. Entgegen dem sonst üblichen und in Schweden in besonders auffallendem Maſse angewendeten Nässen der Kohlen und Wässern des Feuers trocknet er dieselben und schlieſst, um deren Verbrennung zu verhindern und die Ausstrahlung von Wärme zu mindern, das Feuer, welches er überdies, wie übrigens auch sonst in Schweden, hoch mit Kohlen gefüllt hält.

Obgleich hieraus ein wirklicher Wärmegewinn gegenüber früherer Einrichtung und Betriebsweise entsteht, der besonders dann zum Ausdrucke kommen muſs, wenn die Frischfeuergase in beiden Fällen, so weit möglich, ausgenutzt werden, und obgleich die Folge in der That höhere und auch gleichmäſsigere Temperatur im ganzen Feuer sein muſs, liegt das Hauptmittel zur Erreichung beider Zwecke doch in der Anwendung mehrerer Formen.