Text-Bild-Ansicht Band 261

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von 1,42 sp. G. zuflieſsen. Nach 10 Minuten ist die Reaction vollendet. Der weiſse Niederschlag, welcher sich gebildet hat, wird durch vorsichtiges Wärmen in der dunkelgrünen Flüssigkeit gelöst. Das so hergestellte Reagens hält sich längere Zeit und kann, so lange es eine grüne Farbe zeigt, benutzt werden. Zur Prüfung von Oelen benutzt Archbutt 96g Oel und 3cc,25 Reagens, welche alle 10 Minuten bis zum Erstarren geschüttelt werden. In der Zwischenzeit stellt man das die Mischung enthaltende Gefäſs in Wasser. Aus den mitgetheilten Versuchen geht hervor, daſs immer bei gleicher Temperatur gearbeitet werden muſs. Die Zeitdauer, welche zum Erstarren nöthig, ist zur Beurtheilung eines Oeles viel wichtiger als der Grad der Festigkeit des Elaїdins.

Um zu untersuchen, ob die Elaїdinprobe auch Fingerzeige zur Entdeckung von Beimischungen in Oelen geben kann, wurden Versuche mit Mischungen von Olivenöl und anderen Oelen angestellt. Rüböl hat entschieden einen verlängernden Einfluſs auf die zum Erstarren nöthige Zeit und ebenso auch Baumwollöl.

Archbutt theilt auch Versuche über die Jod-Absorption von Oelen mit und seine Beobachtungen stimmen im Allgemeinen mit denen von Hübl (1884 253 281) überein.

Bei Untersuchung von Rüböl bestimmt Archbutt gewöhnlich das specifische Gewicht, die Temperaturerhöhung beim Behandeln mit Schwefelsäure, die zum Verseifen erforderliche Menge Kali, die Viscosität und den Schmelzpunkt der Fettsäuren. Wie Coleman findet er das specifische Gewicht im Durchschnitte als 0,916. Er gibt ferner die Analysen von 52 Rübölmustern. Die Temperaturerhöhung mit Schwefelsäure betrug durchschnittlich 59°. Zum Verseifen waren 17,3 Proc. Kali nothwendig.

Zur Prüfung von Olivenöl bestimmt Archbutt das specifische Gewicht, den Gehalt an freier Oelsäure, die Temperaturerhöhung mit Schwefelsäure, das zum Verseifen nöthige Kali, die Jodabsorption und die Zeit, welche zum Erstarren des Elaїdins nöthig ist. Bei Untersuchung von 200 Proben fand er nur zwei mit mehr als 24 Proc. freier Fettsäure. Olivenöl mit 5 Proc. Fettsäure soll nicht mehr als 0,917 sp. G. bei 16° haben. Ein hoher Gehalt an Fettsäure verursacht schlechtes Brennen in Lampen. Die Temperaturerhöhung beim Behandeln mit Schwefelsäure beträgt 41,5 bis 45,5°. Die Verseifung läſst besonders auch Beimischung von mineralischen Oelen erkennen.

Wenn dem Olivenöle Erdnuſsöl beigemischt ist, so wird die Leuchtkraft nicht stark beeinträchtigt, bei der Elaїdinprobe ist aber längere Zeit zum Erstarren nothwendig. Dem Olivenöle beigemischtes Rüböl verursacht eine dunkle Farbe des Elaїdins. Rüböl bewirkt auch, daſs eine geringere Menge Kali zum Verseifen nothwendig ist; es läſst sich auch durch seinen Schwefelgehalt erkennen. Beimischung von Baumwollöl verzögert das Erstarren des Elaїdins bei 25° und erhöht das specifische Gewicht wie auch die Temperatur bei Maumené's Probe.