Text-Bild-Ansicht Band 261

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letzteren ist 13mm, der Hub 7mm. An jeder Saug- und Drucköffnung der Pumpencylinder sind 252 solcher Ventile vorhanden.

Für Dampfheizungsanlagen u. dgl., wo das heiſse, in den Dampfkessel zurück zu fördernde Dampfwasser von der Speisepumpe anzusaugen ist, gibt G. Menesson nach der Revue industrielle, 1886 * S. 41 dem Saugventile die in Fig. 7 Taf. 21 angedeutete Einrichtung. Das Ventil m wird dabei durch vier Stege in seinem Sitze und durch eine Spindel im Ventilgehäusedeckel geführt. Der Schluſs des Ventiles erfolgt durch sein Gewicht und eine auf der Spindel angeordnete Feder f. Der Deckel des Gehäuses wird durch eine Schraube B auf seinen Sitz gepreſst. Durch B geht ein Stift t hindurch, auf welchem sich ein kleines Ventil v, durch eine Feder c nach unten gedrückt, führt. Der Stift schlieſst nicht genau in der Bohrung der Schraube, so daſs ein Ueberdruck im Ventilkasten durch jenen Zwischenraum entweichen kann. Soll nun eine mit diesem Saugventile versehene Pumpe das angesaugte Wasser in einen unter Druck stehenden Kessel pressen, so wird beim Niedergange des Kolbens der über dem Saugventile befindliche Dampf an dem Stifte t vorbei durch das Ventil v entweichen, bis das ganze Ventilgehäuse mit Wasser gefüllt ist. Dieses kann dann aber durch den engen Zwischenraum nicht entweichen, vielmehr wird dieses Wasser in den Kessel gedrückt. Beim Saugen schlieſst sich das Ventilchen v und verhindert, daſs Luft von auſsen in das Ventilgehäuse eindringt.

Um Feuerspritzen am Brandorte durch Pferde in Betrieb setzen zu können, ordnet O. Bewersdorf in Friedrichsfelde bei Berlin (* D. R. P. Nr. 34676 vom 23. August 1885) auf der Feuerspritze eine mit den Pumpenkolben durch Gelenkstangen verbundene Trommel an, welche durch das Abziehen eines aufgewickelten Seiles in Umdrehung versetzt wird; die Pferde werden an dieses Seil gespannt und vorwärts getrieben. Damit die umgekehrte Drehung der Trommel beim Aufwickeln des Seiles, welches von Hand erfolgen soll, ohne Einfluſs auf die Bewegung der Pumpenkolben bleibt, ist die Trommel mit ihrer Achse durch Klinke und Schaltrad gekuppelt.

Um die Pferde nach dem Abwickeln des Seiles nicht unthätig wieder zurücktreiben zu müssen, soll in der halben Seillänge eine Rolle auf den Boden befestigt und das Seil um dieselbe geschlungen werden, so daſs die Pferde beim Rücklaufe zur Spritze die zweite Hälfte des Seiles von der Trommel abziehen. – Gegen die Brauchbarkeit dieser Einrichtung erheben sich verschiedene Bedenken; vor Allem wird meist die nicht unerhebliche Platzbeanspruchung für den Pferdelauf, der Zeitverlust beim Aufwickeln des Seiles u. dgl. hinderlich sein.

In dem Berg- und Hüttenmännischen Jahrbuche, 1885 * S. 161 beschreibt J. Habermann eine von der Fürst Auersperg'schen Maschinenfabrik in Hof, Kärnthen, ausgeführte direkt wirkende eincylindrige Wasser-Säulenmaschine mit Pumpe, welche bei dem staatlichen Bergbaue in Raibl