Text-Bild-Ansicht Band 261

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die in eigenen kleinen Gesenken aufgefangenen Wasser aus den Galmeibauen in einen Stollen fördert, von wo dieselben abflieſsen.

In der die innere Einrichtung und Steuerung der Maschine veranschaulichenden Figur 3 Taf. 21 bezeichnen a den mit Messing ausgefütterten Treibcylinder, b dessen Kolben, c die Kolbenstange mit dem aufgeschobenen Steuerarme d, e den Hauptsteuercylinder mit den vier Kolben e1 bis e4, f1 und f2 die Vorsteuercylinder mit den Kolben g1 und g2, h die Steuerstange mit den Steuerknaggen h1 bis h3, i die Einfallröhre für das Kraftwasser, k die Abfluſsröhre für das verbrauchte Wasser, welches auf die Sohle des Abfluſsstollens aufsteigen muſs, daher in das Steigrohr l für das von der Pumpe gehobene Wasser mündet. Ferner sind m der mit Messing ausgefütterte Pumpencylinder mit dem Kolben m1, n die Saug- und o die Druckventile, p das Saug- und l das Druckrohr, r ein Windkessel. Sowohl der Treib-, als auch der Pumpenkolben ist mit einer Stulpliderung versehen. Die Steuerkolben bestehen aus mehreren Lederscheiben, welche auf die Kolbenstange aufgeschoben und zwischen zwei Metallringen, deren Oeffnung mit Gewinde versehen ist, eingepreſst sind. Die Vorsteuerungskolben g1 und g2 bestehen aus Messing oder Bronze und sind mit einem Kopfe und einer Längsnuth versehen; in die Vorsteuerungscylinder münden Röhren, welche vom Einfallrohre ausgehen. Liegt der Kopf des Kolbens g1 an seinem Sitze, wie links in Fig. 3, so steht der Raum auſser dem Steuerkolben e1 durch die Nuth von g1 und die Bohrung x1 mit der freien Luft in Verbindung; steht dagegen der Kopf des Vorsteuerkolbens von seinem Sitze ab, wie g2 rechts in Fig. 3, so kann das gespannte Wasser aus f2 durch die Nuth von g2 in den Steuercylinder, rechts vom Steuerkolben e4, eintreten.

Der Gang der Maschine ist nun folgender: In der gezeichneten Stellung des Treibkolbens strömt das Kraftwasser durch das Rohr i und durch den Kanal i1 in den Treibcylinder und bewegt dessen Kolben nach rechts. Hat dieser seinen Hub nahezu beendet, so stöſst der Steuerarm d an die Knagge h3 und zieht somit die Stange h nebst der Knagge h1, daher auch den Vorsteuerungskolben g1 nach rechts. Es tritt nun Kraftwasser durch die Nuth des Vorsteuerungskolbens und wirkt links auf den Steuerkolben e1, wodurch die vier Steuerkolben e1 bis e4 gegen die rechte Seite getrieben werden. Mit der Stange h wurde auch die Knagge h2 nach rechts geschoben, daher der Wasserdruck in f2 den Vorsteuerkolben g2 in der gleichen Richtung bewegt und dadurch den Raum rechts vom Steuerkolben mit dem Kanäle x1 in Verbindung setzt, so daſs rechts vom Kolben e4 der atmosphärische Druck herrscht und die Verschiebung der Steuerkolben kein Hinderniſs findet. Durch diese Verschiebung kommt aber i2 mit dem Einfallrohre i und i1 mit dem Abfluſsröhre k in Verbindung, so daſs sich der Treibkolben b nun zurückbewegt. Gegen Ende dieses Rückganges stöſst der Steuerarm d auf die Knagge h2 und diese unmittelbar auf den Vorsteuerungskolben g2, welcher sich nach