Text-Bild-Ansicht Band 261

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der Radstern in bekannter Weise mitsammt dem warm aufgelegten Radreifen in ein Wasserbad getaucht, um dadurch die beim Liegenlassen in der freien Zugluft auftretenden und durch die ungleiche Abkühlung bedingten ungleichmäſsigen Spannungen zu vermeiden.

Fig. 7 und 8 Taf. 22 veranschaulichen nach dem Engineer, 1886 Bd. 62 * S. 2 die Einrichtung dieses Apparates. Eine wagerecht liegende runde Platte A stützt sich auf einen dreieckigen Rahmen D; welcher durch einen Mittelbolzen lothrecht geführt wird und seine Unterstützung durch drei Rollen B auf drei schiefen kreisförmig gekrümmten Bahnen C von ⅓ Umfang findet; die Bahnen C liegen am Boden eines Bottiches E auf. Bei ⅓ Linksdrehung senkt sich die Platte A so tief, daſs das aufliegende Wagenrad vollständig unter Wasser taucht (vgl. Fig. 7 rechts). Ein die Platte A nach rechts ziehendes, an einer Kette angehängtes Gegengewicht H vermindert die zum Heben der Platte erforderliche Kraft, welche an einem Arme FG ausgeübt wird. Der beschriebene Apparat ist einfacher und bequemer in der Handhabung als die bisher üblichen ähnlichen Apparate mit centraler Schraubenspindel zur Verstellung der Platte A.

Hardcastle's Presse zum Aufwulsten der Stehbolzen-Lochränder von Feuerbüchsblechen.

Mit Abbildungen im Texte und auf Tafel 22.

Damit bei Feuerbüchsen für Locomotiven u. dgl. die Stehbolzen mit einer gröſseren Zahl Gewindegänge sich in das Blech einsetzen und folglich schwächere Bleche benutzt werden können, wird nach einem von Hardcastle im Engineer, 1886 Bd. 62 * S. 3 gemachten Vorschlage die Lochtiefe durch Aufwulsten des Lochrandes vergröſsert. Dies geschieht durch Pressen des Bleches vor dem Anbohren zwischen einem Stempel und einer Ringschale durch Wasserdruck, wodurch das Material nach dem Lochrande zu geschoben wird und einen vorstehenden Wulst bildet, wie dies vorstehend ersichtlich gemacht ist.

Textabbildung Bd. 261, S. 329

Die Befürchtung, daſs durch diese gewaltsame Materialverschiebung im kalten Zustande die Festigkeit des Bleches an dieser Stelle geschädigt werde, scheint den gemachten Versuchen zu Folge nicht einzutreffen, da durch diese letzteren sogar eine Erhöhung der Festigkeit nachgewiesen wird.

In einem Abstande von 100mm wurden zwei 4mm,5 starke Bleche mit einem 22mm,3 dicken Gewindestellbolzen, welcher Nietköpfe erhielt, verbunden. Das eine Blech war an dem Loche mit einem Wulstrande, das andere mit einem gewöhnlichen Loche versehen. Der Stehbolzen konnte bei dem gewöhnlichen Loche mit 6t,8 Druck, durch das gewulstete Loch mit 7t,3 getrieben werden. Ein Biegungsversuch wurde mit einem 304mm langen, 95mm breiten und 8mm