Text-Bild-Ansicht Band 261

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der Wandung gegen die Druckkammer zu vorgesehene Bohrung bei genügend ausgedrückter Arbeitskammer in diese entsendet wird. Je nach der zu fördernden Flüssigkeit werden mit Gummi überzogene Kugel-, Gummischeiben- oder ganz aus Messing hergestellte Ventile angewendet. Zur Steuerung dient ein Zungen- oder sogen. Wackelventil (vgl. 1882 243 * 278).

Während bei den bekannten Pulsometern die Druckkammer neben den Arbeitskammern liegt, ist bei dem von Alb. Eylert in Hannover (* D. R. P. Nr. 34637 vom 17. Juli 1885) angegebenen Dampfwasserheber die Druckkammer über den cylindrischen Arbeitskammern angeordnet.

Von der Druckkammer m (Fig. 4 und 5 Taf. 24) aus tauchen in die Kammern k die Druckrohre l bis zur Condensationslinie o ein und sind die Rohre l in der Druckkammer m mit Ventilen v versehen. Das Wasser in der unter Druck stehenden Kammer k wird durch das Rohr l unmittelbar in die Höhe gedrückt, bis der Spiegel desselben die Condensationslinie o erreicht hat und Dampf in l einströmen kann. Dann fällt der in l vorhandene Inhalt in die Kammer k zurück und bewirkt ein plötzliches Niederschlagen eines Theiles des dort befindlichen Dampfes und in Folge dessen die Umsteuerung des Dampfeinlaſsventiles. Zum weiteren Niederschlagen des noch vorhandenen Dampfes in der nunmehr von weiterer Dampfeinströmung abgesperrten Kammer spritzt nun von m aus durch die Löcher a, welche mit Rückschlagventilen versehen werden können, Wasser in k ein und zwar in der durch die Anordnung des Druckraumes über den Kammern k ermöglichten günstigen Weise, nämlich senkrecht von oben nach unten.

Gust. A. F. Müller in Berlin (* D. R. P. Nr. 34051 vom 21. Februar 1885) benutzt zur Steuerung von Einkammer-Dampfwasserhebern nur ein Ventil, welches durch einen Kolben abwechselnd entlastet wird (vgl. Burnett 1885 256 * 477), so daſs immer diejenige Entlastung vorbereitet wird, welche für die Umsteuerung zum nächsten Spiele günstig wirkt, in Folge dessen die Umsteuerung sich bei geringen Druckänderungen in der Kammer vollziehen soll.

In Fig. 8 Taf. 24 bezeichnet a und b die Stutzen, durch welche der Dampf eintritt bezieh. in die Pumpenkammer übergeht, c ist das Absperrventil, e ein mit diesem in einem Stücke hergestellter Kolben, welcher gut dichtend in einem Cylinder k geführt ist. Die enge Bohrung l im Ventile c und die Oeffnungen in der Kolbendecke stellen die Verbindung der Kolbenoberseite mit der Pumpenkammer her. Der Kolben e legt sich mit der Dichtungsfläche m gegen den Deckel des Cylinders k und schlieſst dadurch den Verbindungsweg n nach der Atmosphäre, welcher mit einer Stellschraube o versehen ist.

Ist das Ventil c geschlossen und steht die Kammer b unter Luftleere, ist dieselbe also im Begriffe, sich zu füllen, so theilt sich der Niederdruck unter c durch die Bohrung l auch der Kolbenoberseite mit