Text-Bild-Ansicht Band 261

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Die zur Verdichtung des Dampfes in der Arbeitskammer von Einkammer-Dampfwasserhebern benutzten Siebrohre oder Brausen, welche von der Druckkammer aus gespeist werden (vgl. u.a. G. Greeven 1884 252 * 443), liegen stets im Inneren der Arbeitskammer und sind daher schwer und nur von der Druckkammer aus zugänglich. Um diesen Uebelstand, welcher namentlich bei der Förderung von schmutzigem Wasser ins Gewicht fällt, zu beseitigen, hat Fritz Kaeferle in Hannover (* D. R. P. Nr. 34907 vom 22. Mai 1885) die in Fig. 9 Taf. 24 dargestellte Einrichtung getroffen.

Das Einspritzrohr r führt vom Druckraume D aus in aufsteigender Richtung bis nahe an die Auſsenwand der Arbeitskammer S. Dieses Rohr r steht für sich fest in der Scheidewand der Kammern S und D. Von auſserhalb ist in die Wandung von S ein Brausekopf b mit Rückschlagventil v und Deckel oder Hahn h eingeschraubt, welcher das Rohr r so umfaſst, daſs die Kugel v die Mündung von r schlieſsen und öffnen kann. Das Ende des Rohres r sitzt in dem Kopfe b ohne Gewinde, um das Einsetzen zu erleichtern.

Das Wasser drückt nun von D aus durch r gegen die Kugel v, öffnet und strömt durch die Brausenlöcher in S aus. Tritt also Ueberdruck in S ein, so schlieſst v das Rohr r. Der Wasserheber kann somit arbeiten, bis eine Verstopfung von r oder b oder beiden zugleich eintritt. Eine Verstopfung von r ist kaum möglich, da die steile Lage dem mitgerissenen Sande das Rücklaufen gestattet. Ist aber der Kopf b verstopft, so kann durch Abnehmen des Deckels h die Kugel v herausgenommen und das Innere von b bequem gereinigt, auch r durchstoſsen werden. Dieser ganze Vorgang braucht wenig Zeit. Wenn die Einspritzung nicht von D, sondern von auſserhalb erfolgt, wie dies in einzelnen Fällen vorkommt, so wird das Rohr r gebogen, wie bei r1 punktirt angegeben ist.

Zum Heben von Flüssigkeiten mittels Dampf oder Preſsluft will Hugo Eichhorn in Merseburg (* D. R. P. Nr. 35163 vom 5. August 1885) einen Apparat mit Topfschwimmer benutzen.

Die zu hebende Flüssigkeit tritt bei g (Fig. 10 Taf. 24) in das Gefäſs a ein, steigt zwischen dem Schwimmer b und den Gefäſswänden empor und läuft in den Topfschwimmer über, welcher dadurch zum Niedersinken gebracht wird. In Folge dessen wird das Dampfeintrittventil c geöffnet, während das Dampfaustrittventil d durch das Aufsteigen der Flüssigkeit geschlossen wurde. Der Dampf oder die Preſsluft tritt nun durch das Ventil c in das Gefäſs a und drückt die Flüssigkeit im Topfschwimmer b durch das Einhängerohr f hinaus. Durch das Entleeren des Topfschwimmers b steigt derselbe in die Höhe und schlieſst das Dampfeintrittventil c. Durch das Sinken der Flüssigkeit sinkt auch der linsenförmige Schwimmer e und öffnet das Dampfaustrittventil d, so daſs der Dampf bezieh. die Luft entweicht. Durch Nachlassen des