Text-Bild-Ansicht Band 261

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welcher durch einen Schwimmkugelhahn g aus einer Druckleitung gespeist wird, neuerdings mit Wasser gefüllt.

Der Apparat bleibt nun so lange in Ruhe, bis der Wasserspiegel in B wiederum bis zur Eintauchungstiefe des Schwimmers a gesunken ist, bei welcher das Oeffnen des Ventiles b erfolgt; dann wiederholt sich das Spiel. Bei Berechnung der inneren Verhältnisse des Apparates muſs natürlich auch der äuſsere Ueberdruck auf das Ventil e berücksichtigt werden. Die Verbindung der beiden Ventile b und e, welche sich gleichzeitig schlieſsen und öffnen sollen, ist keine feste, sondern derart ausgeführt, daſs an der Stelle h ein kleiner Spielraum des Hebels vorhanden ist, so daſs die beiden Ventile so viel als möglich von einander unabhängig zum Abschlusse kommen und der Abschluſs jedes einzelnen für sich gesichert ist.

Falls es die Verhältnisse bedingen sollten und der Schwimmer bei seiner Verbindung mit den Ventilen b und c zu groſse Abmessungen erhalten würde, läſst sich auch eine passende Hebelübersetzung in Anwendung bringen; desgleichen können die Ventile auch z.B. als Klappen ausgeführt werden.

Zu dem gleichen Zwecke wie Eichhorn hat Rich. Eger in Breslau (* D. R. P. Nr. 34274 vom 20. Juni 1885) die in Fig. 12 Taf. 24 veranschaulichte Einrichtung getroffen. In dem höchsten Punkte des Hebers ist ein luftdicht geschlossener Kessel V angebracht, in dessen Boden das Saugrohr und das Fallrohr des Hebers münden. In dem Kessel V befindet sich ein senkrecht geführter Schwimmer S. Eine endlose Kette W ist durch die Mittelöffnung des Schwimmers S gelegt, wird am Boden des Kessels V durch zwei Rollen geführt und legt sich im oberen Raume des Kessels V um den mit Zähnen versehenen Umfang eines auf seiner Achse fest sitzenden Rades r, an welchem ein Gegengewicht t befestigt ist. In dem oberen Raume des Kessels V befindet sich auch ein Luftsauger E. Die Betriebsleitung a und das Abfluſsrohr b desselben sind geschlossen durch die Kessel wand geführt. Das Abfluſsrohr b reicht bis unter die Oberfläche der abgeführten Flüssigkeit und bedarf daher keines Verschluſsventiles. Der Hahn der Betriebsleitung wird von einer auf der Achse des Rades r sitzenden Scheibe durch einen Mitnehmerstift geöffnet und geschlossen.

Während der Kessel V sich allmählich mit Luft füllt, sinkt der Wasserspiegel mit dem Schwimmer S; derselbe hat die Knagge x erfaſst, welche an der Kette W befestigt ist, und zieht so die letztere mit sich. Diese dreht das Gewichtsrad r nach links, bis das Moment des Gewichtes t, die Reibungswiderstände überwindend, das Rad nach links herumtreibt; bei 45° unter der Wagerechten wird das Rad aufgehalten. Sobald der Mitnehmerstift für den Hahn des Luftsaugers E bei der durch das Gewicht t erzeugten Drehung bis 45° gegen die Senkrechte gelangt ist, greift dieser Stift in die Scheibe des Hahnes h und öffnet denselben.