Text-Bild-Ansicht Band 261

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In Bezug auf die Einrichtung der Kocher für das Sulfitverfahren sind folgende Neuerungen zu verzeichnen.

Ch. S. Wheelwright in Providence (Nordamerikanisches Patent Nr. 337720 und Nr. 337721) setzt einen Kocher aus unter einander durch eine groſse Zahl Schrauben verbundenen Ringstücken zusammen (vgl. Fig. 19 Taf. 25). Besonders zu erwähnen ist die Befestigung der Bleiauskleidung an den Verbindungstellen der Ringstücke. In Fig. 17 Taf. 25 ist ein Bleiring von H-förmigem Querschnitte, dessen Hohlräume mit Gummi ausgefüllt sind, zwischen die Flanschen gelegt, so daſs der innere Druck im Kessel mit abdichtet. Nach Fig. 18 werden die Ränder der Bleibleche einfach umgebördelt in Spuren an den Flanschen gelegt und beim Zusammenschrauben fest auf einander gepreſst. Die Einbiegung der Ringstücke nach innen und die damit erhaltene gebogene Lage der Bleibleche dürfte dem gröſseren Ausdehnungsbestreben derselben gegenüber den eisernen Ringen Rechnung tragen und dadurch einem Aufreiſsen der Bleiverkleidung an den Trennungsstellen der Bleche wirksam entgegen wirken.

Ch. E. Ball in New-York (Nordamerikanisches Patent Nr. 336078) läſst die Bleiauskleidung von der eisernen Blechwand des Kochers etwas abstehen und stützt die erstere durch am Bleibleche vorstehende Rippen oder Stehbolzen. Der Raum zwischen dem Blei- und Eisenmantel wird mit Dampf gespeist; jedoch findet die Heizung der Lauge im Kocher durch unmittelbare Einleitung von Dampf statt. Um Zerstörungen des Eisenmantels durch in dem Zwischenräume des Doppelmantels vermöge Undichtheiten der Bleiauskleidung sich ansammelnde Lauge rechtzeitig vorzubeugen, ist durch diesen Zwischenraum an der tiefsten Stelle desselben der Leitungsdraht einer elektrischen Batterie gelegt, welche beim Drücken eines Knopfes eine Glocke zum Ertönen bringt. Durch die zeitweise erfolgende Schlieſsung des Batteriestromes hat man ein Mittel, das Vorhandensein von Lauge nachzuweisen, da dieselbe den schwachen Leitungsdraht bald durchfriſst und dann die Glocke nicht mehr ertönt. (Vgl. auch Ball * D. R. P. Nr. 36976 vom 16. Februar 1886.)

Auf gleiche Weise wie J. Makin (vgl. 1885 258 318) will auch G. W. Russell in Lawrence (Nordamerikanisches Patent Nr. 341434) Blei-platten für Sulfitkocher-Auskleidungen herstellen. Um dabei die mit der Eisenplatte auf einer Seite verbundene Bleidecke gegen ein Loslösen besser zu sichern, erhält nach Fig. 15 und 16 Taf. 25 die Eisenplatte mit Köpfen versehene Stifte oder dieselbe wird einem Reibbleche ähnlich gelocht und die erzielten Schuppen hakenförmig umgebogen. Nach einem zweiten Patente Nr. 341435 soll ein Drahtgewebe mit Blei umgössen werden (vgl. Fig. 14).

Zur Befestigung solcher Bleifutterplatten in den Kochern, welche, wenn die letzteren cylindrisch sind, mittels verlötheten Ringen erfolgt, benutzt Ch. Springer in Boston (* D. R. P. Nr. 35112 vom 22. August 1885) durch Schrauben festgehaltene Leisten, daher diese Art der Befestigung