Text-Bild-Ansicht Band 261

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ist letzterer jedoch in dieser Richtung fest, so dreht sich P beim Nachziehen von J und der rechte Zahn wird radial festgezogen. Auch hier wird natürlich beides Anziehen, wenn erforderlich, gleichzeitig erfolgen.

Es ist noch zu bemerken, daſs die Seitenkeile K nicht die volle Breite der Zahnstiele besitzen, sondern vielmehr erstere in letztere eingelassen sind, so daſs die Stiele an beiden Seiten noch die ursprüngliche Dicke besitzen und in die Oeffnungen des Radkranzes auf die gewöhnliche Art eingepaſst werden können, worauf ihrerseits die Keile K eingepaſst werden.

Bei der Befestigung von Holzkämmen auf die dargestellte Weise wird allerdings der Zahnstiel geschwächt und die Herstellungskosten sind wesentlich theuerer als bei den bisherigen Befestigungsarten.

Ueber Neuerungen an Lüftungseinrichtungen.

Patentklasse 27. Mit Abbildungen.

Um bei Fensterlüftern unangenehmen Zug durch möglichst feine Zertheilung des von auſsen einziehenden Luftstromes zu vermeiden, schlägt W. Nuſsbeck in Berlin (* D. R. P. Nr. 29475 vom 19. April 1884) vor, in die freien Oeffnungen wagerechte Siebcylinder einzusetzen, die am ganzen Umfange mit kleinen Löchern versehen sind, durch welche Auſsenluft wie auch Zimmerluft in verschiedenen Richtungen zieht und sich dabei innig mischt. Diese Siebcylinder können auch an Glasklappscheiben angebracht werden, so daſs sie von diesen in der Längsachse durchsetzt werden und sich mit ihnen um letztere drehen; es kommt dann je nach Einstellung der Klappscheiben eine gröſsere oder kleinere Fläche der Siebcylinder zur Wirkung. Auch an Pendelscheiben lassen sich die Siebcylinder anbringen und liegen dann an der Durchgangsöffnung der Luft. Die Siebcylinder sollen dabei in jedem Falle behufs Reinigung leicht aus dem Fensterrahmen herausnehmbar angeordnet werden. Bei Anwendung solcher Siebcylinder ist nur zu befürchten, daſs der dadurch entstehende Bewegungswiderstand den Luftdurchgang, welcher ohnehin von den Wind- und Temperaturverhältnissen abhängig ist, in zu starkem Maſse hindern wird, so daſs eine Lüftung in vielen Fällen gar nicht eintritt.

Die Verwendung von Drahtgeweben oder durchlochten Metallplatten an Fensterlüftern oder überhaupt an Luftein- oder Austrittsöffnungen zeigt auch die von Ch. Lawrence und Th. Wintour in Southampton (* D. R. P. Nr. 32088 vom 15. November 1884) angegebene Einrichtung. Dieselbe wurde früher bereits in der Form, in welcher sie auf der Londoner Hygiene-Ausstellung 1884 vorgeführt war, mitgetheilt (vgl. 1885 257 488); die Patentbeschreibung gibt eine Erweiterung dieser Angabe, nach