Text-Bild-Ansicht Band 261

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Theile hohl und mit Oeffnungen a versehen ist. Die Stange b wird durch eine Schraube i mit steilem Gewinde geführt und ihr Durchgang im Hahnkörper ist mittels zweier Stopfbüchsen c und c1 abgedichtet. Die Oeffnungen a sind derart angeordnet, daſs sie, wenn die Schraube i ganz heruntergedreht ist, vollständig in die Stopfbüchse c1 eintreten, wodurch der Hahn geschlossen wird.

Um Ventile zum Durchlassen einer bestimmten Wassermenge einzurichten, aus denselben bei kalter Witterung eine kleine Wassermenge behufs Vermeidung des Einfrierens ausflieſsen zu lassen und den Ventilsitz nach Belieben herausnehmen und auswechseln zu können, gibt Aug. Wilh. Diez in München (* D. R. P. Nr. 33244 vom 12. April 1885) die in Fig. 9 Taf. 27 dargestellte Einrichtung an. Der Durchgang des Wassers durch das Ventil wird dadurch ermöglicht, daſs im oberen Theile des Ventilstockes a mehrere in einem Punkte sich vereinigende Kanäle c angebracht werden, welche dem Wasser den Austritt gestatten. Zur Regelung des Wasserdurchflusses dient der Ring f, welcher auſserhalb der Kanäle c auf einem Gewinde liegt und die gleichen Oeffnungen besitzt. Um das Einfrieren der Leitung zu verhüten, ist der Kanal h im Ventilstocke a angebracht, welcher dem Wasser den Ausfluſs durch die Schraube b gestattet. Auch dieser Kanal h kann mittels des zweiten Ringes k geöffnet oder geschlossen werden.

Behufs Herausnahme des Ventilsitzes aus dem Gehäuse ist der Ventilsitz in den Ventilstock a eingeschraubt. Der Sitz kann aber auch an den Ventilstock a angegossen bezieh. Sitz und Ventilstock a können aus einem Stücke hergestellt sein. Sind nun irgend welche Ausbesserungen nöthig, so wird, ohne daſs das Ventil abgenommen zu werden braucht, der Ventilstock herausgenommen und es kann eine neue Sitzfläche durch Abfräsen hergestellt, oder es können neue Theile eingesetzt, eingelöthet oder aufgeschraubt werden.

Alex. Kaiser in Freiburg, Schweiz (* D. R. P. Nr. 34340 vom 14. August 1884) hat einen Apparat für beschränkte Entnahme von Flüssigkeilen aus Leitungen angegeben. Ueberschreitet nämlich die Wasserentnahme die festgesetzte Grenze, so wird die Leitung selbstthätig abgestellt. Zur Wiedereröffnung der Leitung ist dann die Umstellung eines besonderen Hahnes erforderlich. Der Apparat, welcher im Anfange der Leitung, bei Hauswasserleitungen also hinter dem Haupthahne eingeschaltet wird, besteht aus einem Gehäuse mit zwei Abtheilungen A und a (Fig. 8 Taf. 27). Beide sind durch eine elastische Wand B gegen einander abgeschlossen und stehen nur in Verbindung durch das Umgangsrohr K und ein mit der kleinen Oeffnung D versehenes Röhrchen. Mit der Wand B ist ein Ventil C verbunden, welches sich entweder gegen einen unteren, oder gegen einen oberen Sitz legt.

Der Raum A faſst eine bestimmte Menge der die Leitung K durchlaufenden Flüssigkeit und es erfolgt bei jedem Durchflusse in K eine entsprechende Entleerung