Text-Bild-Ansicht Band 261

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Anwendung finden, wie z.B. die rechte Seite der Figur 10 die Benutzung des Schrotbehälters G als Druckschraube verdeutlicht. Das Füllen der Büchse wird nach Lösen derselben vom unteren Boden vorgenommen.

Ungleichheiten in der Zähflüssigkeit des Fettes, welche durch Temperaturunterschiede bedingt werden, will H. Reisert (* D. R. P. Nr. 22406 vom 4. Oktober 1882) durch Einlegen von Federn f in das Bodenröhrchen der Büchse in ihrem Einflüsse auf ungleiche Schmierung aufheben. Ein härteres Fett wird die Federn f besser aus einander drücken können und so die Austrittsöffnung vergröſsern.

Zur Erzielung gleichmäſsiger Schmierung versieht Jul. Günther in Nakel (* D. R. P. Nr. 33699 vom 3. März 1885) den Druckkolben mit einem Gegengewichte. Wie aus Fig. 11 Taf. 31 zu entnehmen ist, wächst bei in Folge des Verbrauches geringer werdender Fettmenge in der Büchse B der Hebelarm des stellbaren Gegengewichtes g und findet dadurch eine verminderte Wirkung des Kolbengewichtes statt.

Den vollständigen Verbrauch des Fettes in der Schmierbüchse und damit die Notwendigkeit frischer Füllung erkennt man bei Blechbüchsen an dem Vorragen des Beschwerungsgefäſses G (Fig. 10) über dem Deckel der Büchse. Hierzu wird der Deckel des Beschwerungsgefäſses noch, um den Stand desselben auf weitere Entfernungen leichter ersichtlich zu machen, mit einem breiten vorstehenden Rande versehen. Zum Schütze der Büchse gegen Eindringen von Staub und dadurch bedingter Verunreinigung des Fettes wird auch mit dem Beschwerungsgefäſse eine Hülse verbunden, welche sich ziemlich dicht über der Büchse wegschiebt. Indem nun die Büchse mit einer auffallenden Farbe, z.B. roth, angestrichen wird, erkennt man leicht an der durch die Hülse bestimmten Breite des farbigen Streifens den Stand des Druckkolbens. Mit solchen Einrichtungen führen z.B. Fr. Tovote in Hannover und W. Hofmann und Comp. in M.-Gladbach Fett-Schmierbüchsen aus.

Einen gröſseren Werth wird bei solchen Vorrichtungen namentlich für der genauen Beobachtung entfernter liegende Lager ein bei Entleerung der Büchse plötzlich erscheinendes Signal besitzen. Eine für diesen Zweck von P. Schneitier in Berlin (* D. R. P. Nr. 19330 vom 21. August 1881) angegebene Einrichtung veranschaulicht Fig. 15 Taf. 31. Auf dem Deckel der Büchse B ist eine z.B. weiſs angestrichene Scheibe S drehbar, welche mit einem Gegengewichte g und einem Fühlhebel h verbunden is; letzterer legt sich gegen den Umfang des Beschwerungsgefäſses G und ist dasselbe tief genug gesunken, so richtet das Gewicht g die Scheibe auf, wie punktirt angegeben ist.

Diese Einrichtung hat Fr. Tovote (* D. R. P. Nr. 20093 vom 11. December 1881) dahin abgeändert, daſs nach Fig. 12 Taf. 31 das Aufrichten der Signalscheibe S durch Auftreffen an einen am Deckel der Büchse B vorstehenden Stift s erfolgt. Umgekehrt kann natürlich als Signal auch