Text-Bild-Ansicht Band 261

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die beständig sichtbare Signalscheibe bei Leerung der Büchse umgelegt, also nicht mehr ersichtlich gemacht werden.

O. Kotier in Barmen (* D. R. P. Nr. 24149 vom 13. December 1882) versieht, wie aus dem rechten Theile der Fig. 13 Taf. 31 zu ersehen ist, den Druckkolben K mit Röhrchen r, durch deren Hervorragen über dem Büchsendeckel der Stand des Kolbens erkennbar wird. Das Gewicht des Kolbens und damit der Druck auf das Fett wird durch in denselben eingelegte Zwischenscheiben geregelt.

Die über die Schmierbüchse sich schiebende, mit dem Beschwerungsgefäſse verbundene Hülse hat A. Baur in Firma Court und Baur in Köln (* D. R. P. Nr. 25434 vom 6. Juli 1883) mit einer Sperrvorrichtung versehen, um das Nachdrücken des Fettes beliebig aufheben zu können. Die Hülse H (Fig. 18 Taf. 31) erhält einen zahnförmig ausgeschnittenen Schlitz und die Büchse B einen Stift t. Durch geringes Verdrehen von H kann der Stift t in eine Zahnlücke gebracht und so der Nachschub des Kolbens K aufgehoben werden. Die Schmierung soll mit diesem Apparate auch zeitweise erfolgen können. Der Kolben K wird dann von Hand in bestimmten Zeiten immer um einen Zahn nachgedrückt und dann wieder festgestellt, womit also eine gewisse Gleichmäſsigkeit der jedesmal in das Lager gedrückten Fettmenge erreicht ist.

Die mit Kolben versehenen Fettschmierbüchsen können auch vortheilhaft bei Losscheiben u. dgl. benutzt werden. Der durch die Centrifugalkraft ausgetriebene Kolben drückt dann das Fett in die Lagerbüchse und die Schmierung erfolgt deshalb nur so lange, als die Losscheibe umläuft, so daſs kein Fettverlust in der Ruhezeit stattfindet. Solche Einrichtungen sind zur Oelschmierung schon verschiedentlich angegeben (vgl. 1877 226 * 467. 1879 231 * 13. 1880 237 167).

O. Kötter hat seine Schmierbüchse gleich so eingerichtet, daſs dieselbe ohne weiteres für das Schmieren von Losscheiben abgeändert werden kann. Wie aus Fig. 13 Taf. 31 zu entnehmen ist, wird der die Führungshülse des Kolbens K verschlieſsende Deckel d und die gleichen Deckel e für den Verschluſs der als Signalstifte dienenden Röhrchen r entfernt und das Rohr R als Verlängerung des Bodenröhrchens der Büchse eingesetzt. Das Fett wird dann durch den ausfliegenden Kolben in das letztere gedrückt und dienen die Röhrchen r ebenso wohl zur Anzeige des Kolbenstandes, als auch dazu, den Eintritt der Luft hinter denselben zu vermitteln, eine schädliche Luftverdünnung also zu vermeiden.

R. Pellenz in Köln (* D. R. P. Nr. 28026 vom 30. December 1883) macht die Büchse B (Fig. 16 Taf. 31) aus Glas und füllt den Kolben K, welcher hohl ausgeführt ist, dem Verbrauche des Schmiermittels angemessen mit Schrot. Die Glasbüchse erhält einen Rand, hinter welchem der Gewindering b für den Deckel d angekittet wird.

Die Loose Pulley Lubricator Manufacturing Company in Middletown legt nach dem Scientific American, 1885 Bd. 52 * S. 36 vor den ausfliegenden