Text-Bild-Ansicht Band 261

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Kolbens durch den dichten Schluſs in der Büchse allein die Gewähr für eine Verstellung des Kolbens; um nun den Kolben besser gegen Drehung zu sichern, bringt H. Zweifel in Kalk bei Köln (* D. R. P. Nr. 19931 vom 28. December 1881) in Vorschlag, den Kolben an der unteren Seite mit hohen Rippen zu versehen, welche sich in das Fett eindrücken, so daſs die Zähigkeit des letzteren für die Drehungsverhinderung benutzt wird.

Zum Nachstellen des Kolbens ordnet A. Riegelmann in Hanau (* D. R. P. Nr. 21920 vom 22. September 1882) auf dem Deckel der Schmierbüchse B (Fig. 25 Taf. 31) eine zwischen diesem und einem Bügel gehaltene Mutter M an; die Spindel d des Kolbens ist hierzu mit Gewinde versehen.

In ähnlicher Weise erhält auch bei der Schmierbüchse von J. Fleischer in Köln (* D. R. P. Nr. 21791 vom 22. August 1882), welche von P. Hosemann in Liegnitz in den Handel gebracht wird, die nach oben gerichtete Spindel des Druckkolbens Gewinde und der Büchsendeckel gibt hierzu die Mutter ab. Zur Verstellung des Kolbens hat die Spindel am oberen vorragenden Ende eine ränderirte Scheibe erhalten. Um nun ein selbstthätiges Zurückgehen der Spindel, wie es durch Erschütterungen u.s.w. hervorgerufen werden kann, unmöglich zu machen, wird innerhalb am Deckel der Büchse ein Gesperre angebracht. Wie aus Fig. 27 Taf. 31 zu entnehmen, wird eine Klinke k durch die Feder f an die Schraubenspindel d gedrückt, welche an zwei Stellen eingehobelt ist, wodurch entgegenstehende Zähne erhalten werden. Die Klinke k kann durch einen Knopf von auſsen ausgelöst werden.

Anstatt mit einem Kolben will M. Neuerburg in Köln (* D. R. P. Nr. 24159 vom 3. März 1883) das Fett durch eine Förderschraube nachpressen. Die Spindel S (Fig. 26 Taf. 31) mit den Schraubenflügeln steckt innerhalb des Fettes in der Büchse B und wird mittels des ränderirten Kopfes k zeitweise gedreht.

Mit den Schmierbüchsen für zeitweilige Nachstellung sucht man nun mehrfach einen dauernden elastischen Druck auf das Fett zu verbinden. Es wird dies durch Einschaltung einer Feder zwischen Druckkolben und dem Nachstellmechanismus erreicht, so daſs durch letzteren die Feder immer wieder von Neuem um einen bestimmten Betrag gespannt wird. Man erzielt auf diese Weise eine Vereinigung der Vorzüge der beiden Gruppen von Fett-Schmierapparaten. Durch die zeitweise Nachstellung hat man es in der Hand, die Schmierung jederzeit dem wechselnden Bedürfnisse entsprechend vorzunehmen, und durch das elastische Druckmittel wird ein beständiges Zuleiten des Fettes an das Lager bewerkstelligt.

Bei der von J. Spruch in Hameln a. W. (* D. R. P. Nr. 30031 vom 2. April 1884) angegebenen Schmierbüchse wird der Deckel D (Fig. 29 Taf. 31) auf die Büchse B geschraubt und durch einen federnden Halter f gegen Selbstverdrehung geschützt. Zwischen dem Kolben K und dem