Text-Bild-Ansicht Band 261

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und Stellvorrichtung ein Luftkissen benutzt. So bringt F. J. Metzger in Leipzig von W. Noll in Minden (* D. R. P. Nr. 24892 vom 5. December 1882) construirte Schmierbüchsen mit Doppelkolben in den Handel, bei welchen die von dem letzteren eingeschlossene Luft einen elastischen Druck auf das Fett vermittelt. Wie in Fig. 32 Taf. 31 veranschaulicht ist, bewegt sich in der Büchse B zuerst frei der Bleikolben K, welcher sich mit seiner Spindel d in dem Gewinderohre R führt. Dieses Rohr erhält einen in der Büchse B luftdicht geführten Kolben L. Wird daher letzterer durch Drehen an dem rauhen Rande des Rohres R verstellt, so wird die zwischen K und L befindliche Luft zusammengedrückt und diese sucht sich dann wieder auszudehnen, erzeugt also einen Druck auf den Kolben. Der Stand der Spindel d gibt an, wenn der Kolben L wieder nachzustellen ist.

Zum Füllen dieser Schmierbüchse von unten durch das Loch a soll die in Fig. 33 Taf. 31 dargestellte Pumpe benutzt werden. Das Gefäſs A wird bei niedergeschraubtem Kolben B durch den Stutzen C zuerst mit Fett gefüllt und dann in diesen Stutzen der Gewindezapfen der Schmierbüchse Fig. 32 gesetzt. Durch Aufschrauben des Kolbens wird hierauf das Fett in die Schmierbüchse gedrückt (vgl. H. Reisert 1882 243 * 191).

Bei der von Jürgens und Comp. in Sudenburg-Magdeburg ausgeführten, zum Patentschutze angemeldeten Fett-Schmierbüchse wird Preſsluft unmittelbar zum Ausdrücken des Fettes ohne Mitbenutzung eines Kolbens oder einer Druckklappe angewendet. Die Hülse H (Fig. 34 Taf. 31) wird durch eine Stopfbüchse C luftdicht in der Büchse B geführt und zwar so fest, daſs dieselbe gegen ein selbstthätiges Hochgehen geschützt ist. Die Hülse H wird nun zeitweise von Hand in die Büchse um ein bestimmtes Maſs, welches an einer Eintheilung ersichtlich ist, eingedrückt und dadurch die eingeschlossene Luft zusammengepreſst, welche dann, indem sich dieselbe wieder ausdehnt, das Fett aus der Büchse B in das zu schmierende Lager drückt.

Die Fettschmierung auch mittels Schmierkanne zu ermöglichen, hat Fr. Tovote in Hannover (* D. R. P. Nr. 20990 vom 30. April 1882) eine Spritzkanne für Fett angegeben. Dieselbe stellt sich als eine Schmierbüchse dar, bei welcher der Kolben feststeht und die Büchse sich über denselben schiebt. Wird also das Kolbenrohr in ein Schmierloch gesteckt und auf die Büchse ein Druck ausgeübt, so tritt Fett aus dem Kolbenrohre in das Schmierloch.

E. Holdinghausen in Hilchenbach (* D. R. P. Nr. 34270 vom 20. Februar 1885) will die Fettschmierung durch Nadelschmierapparate vornehmen. Wie aus Fig. 35 Taf. 31 zu entnehmen, steckt in dem Austrittsrohre r der Büchse B lose ein oben verschlossenes Kupferröhrchen R, welches oben und unten geschlossen, mit einem flüssigen Oele gefüllt ist und mit dem unteren Ende im Schmierloche des Lagers auf dem in Drehung befindlichen