Text-Bild-Ansicht Band 261

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Zapfen schleift. Ist derselbe nicht genügend geschmiert, so erwärmt sich das Lager, die Erwärmung pflanzt sich durch das Röhrchen R in das Innere der Büchse B fort und es schmilzt etwas Fett, welches nun zum Lagerzapfen gelangt.

J. Adams' Flanschen-Rohrverbindung.

Mit Abbildung auf Tafel 32.

Um die einzelnen Rohrstücke einer Leitung in kleineren Winkeln gegen einander verlegen zu können, bringt J. S. Adams in Detroit (Nordamerikanisches Patent Nr. 335101) in Vorschlag, die Rohrflanschen, wie aus Fig. 13 Taf. 32 zu entnehmen ist, kugelförmig zu gestalten. Die eine Flansche jedes Rohres wird nach der Vollkugel, die andere Flansche nach der Hohlkugel abgedreht. Die Löcher für die Verbindungsschrauben sind dann, um eine Verschiebung der Flanschen gegen einander zu gestatten, gröſser auszuführen und entsprechend gröſsere Unterlagscheiben für diese Schrauben zu verwenden.

Neuerungen an Dampframmen.

Patentklasse 19. Mit Abbildungen auf Tafel 32.

Bei Dampframmen, in welchen der Dampfcylinder als Rammbär wirkt, vermitteln Menck und Hambrock in Ottensen (* D. R. P. Nr. 34661 vom 15. September 1885) entgegengesetzt wie Lacour (vgl. 1880 236 * 196) den Dampfzutritt in den Cylinder durch die hohle Stange des feststehenden Kolbens. Der Dampf tritt aus dieser Stange b (Fig. 1 Taf. 32) am Kolben d durch seitliche Oeffnungen aus und hebt dadurch den Cylinder a, bis das Loch c dem Kolben d nahe gekommen ist. Dann tritt plötzlich Absperrung des Dampfes durch Umstellen des Dreiwegehahnes e ein, der Dampf in dem Cylinder entweicht und letzterer fällt, wobei die Luft durch das Loch c unter den Kolben d treten kann. Der Cylinder a führt sich mittels der Oesen A, welche die Stange f lose umschlieſsen, zwischen den Führungsbalken des Rammgestelles. Die Stange f ruht mit einer drehbar angeschlossenen Nase i auf dem sich senkenden Pfahle, wozu das untere Cylinderende entsprechend ausgeschnitten ist. Die gelenkige Verbindung der Nase i mit der Stange f soll einem Abbrechen derselben beim Aufschlagen des Bares vorbeugen.

Gebrüder Figee in Haarlem, welche ganz ähnlich eingerichtete Dampframmen ausführen und eine solche auf der Ausstellung in Antwerpen 1885 zeigten, befestigen die Führungsstange f, welche sich mit einer festen Nase oben auf den Pfahl stützt, an dem Pfahle, wobei dann allerdings die Stange f an allen Erschütterungen theilnimmt.