Text-Bild-Ansicht Band 260

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Kühlung mittels durchstreichender Luft von Erfolg sein könnte, so ist die Herstellung dieses Stromsammlers keineswegs einfacher zu nennen.

D. L. Salomons in Broomhill, London (Englisches Patent 1886 Nr. 2583) hat eine Vorrichtung zum beständigen Schmieren der Stromsammleroberfläche angegeben, bei welcher die Zuführung des Oeles durch Baumwolldochte erfolgt. Die Mündung des von der Schmiervase ausgehenden Zuleitungsröhrchens r ist, wie aus Fig. 13 Taf. 6 zu entnehmen ist, zu einem feinen breiten Schlitze geformt und bis zu diesem das Zuleitungsröhrchen mit Baumwolldochten ausgestopft, deren Enden in das Oel in der Vase tauchen. Um die Menge des angesaugten Oeles zu regeln, ist ein Kegel H angebracht, welcher die Dochte bei ihrem Eintritte in das Röhrchen r mehr oder weniger zusammenpreſst.

Der Bürstenhalter von L. Scharnweber in Kiel (* D. R. P. Nr. 33376 vom 15. März 1885) wird nicht wie üblich zur An- und Abstellung um seinen Klemmzapfen gedreht, sondern die Bürste wird zwischen zwei Schneiden gehalten, zwischen welchen sie gedreht werden kann. Der Rahmen m (Fig. 11 und 12 Taf. 6) wird auf den Zapfen d gesteckt und durch die Schraube s und das Zwischenstück i auf demselben festgeklemmt. Auf der Schneide a des Rahmens liegt die Bürste r, gegen welche von oben her ein ebenfalls mit Schneide versehenes Messingstück c durch eine unter dem Zapfen d liegende starke Blattfeder gepreſst wird. Eine am Rahmen m befestigte Feder f sucht die Bürste r um die Schneiden zu drehen und fest gegen den Stromsammler K anzudrücken. Das Messingstück c wird durch zwei Zäpfchen e im Rahmen m geführt.

Chaligny und Guyot-Sionnest's fahrbarer Apparat zum Imprägniren von Eisenbahnschwellen.

Mit Abbildungen.

Um die Beförderung zu den festliegenden Imprägnirungsanstalten zu ersparen, haben Chaligny und Guyot-Sionnest in Paris die ganze Einrichtung für eine Imprägniranstalt auf zwei Eisenbahnwagen untergebracht, so daſs die Behandlung auf allen Stationen der Eisenbahnstrecke vorgenommen werden kann. Die Imprägnirung wird bei dieser fahrbaren Anstalt mittels Kreosot ausgeführt (vgl. Blythe 1881 240 * 61) und zwar werden die Schwellen unter starker Pressung eine Zeit lang in einem mit Kreosot gefüllten Kessel gelassen (vgl. 1875 215 472).

Wie aus den Armengaud's Publication industrielle, 1884/85 Bd. 30 * S. 295 entnommenen Textabbildungen zu ersehen ist, trägt das eine Wagengestelle den Röhrenkessel A; auf jeder Seite desselben befindet sich ein viereckiger Trog B aus Eisenblech zur Aufnahme des Kreosots, welches dort durch die mit dem Dome des Kessels in Verbindung stehende Schlangenröhre b erwärmt wird. Durch 2 Wasserstandsgläser a