Text-Bild-Ansicht Band 260

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(* D. R. P. Kl. 21 Nr. 34721 vom 21. April 1885) dadurch abgeholfen, daſs sie die Schallplatte an ihren vier Ecken mittels schmaler, den Schall schlecht leitender Streifen (z.B. Gummi) in einem Rahmen derart befestigen, daſs zwischen Schallplatte und Rahmen ein ungefähr 1cm breiter Raum frei bleibt, wie die in Fig. 1 gegebene Ansicht von unten und der Durchschnitt des Mikrophons Fig. 2 leicht erkennen lassen. Dieser Rahmen mit Mikrophon wird auf dem pultförmigen Apparatkasten (Fig. 3) befestigt und letzterer ist demnach nicht mehr verschlossen, sondern offen. Zum Schütze der im Kasten befindlichen Apparattheile gegen Staub ist der Rahmen mit einem Drahtgeflechte und über diesem mit einem dünnen Stoffe überspannt.

Fig. 1., Bd. 260, S. 269
Fig. 2., Bd. 260, S. 269
Fig. 3., Bd. 260, S. 269
Besonders bei lautem Sprechen gegen die Schallplatte des Mikrophons wurde ferner häufig ein schnarrender Ton im Telephone der Empfangsstelle hörbar, welcher aber nicht durch Unterbrechungen entsteht, sondern dadurch, daſs die Kohlencylinder sich in ihren Lagern drehen, wenn die Schallplatte durch starke Schallwellen bewegt wird. Diese Drehbewegung der Kohlencylinder wird dadurch beseitigt, daſs in die Mitte jedes Cylinders ein Loch gebohrt und in diesem ein fähnchenartig ausgehämmertes Stück Draht befestigt wird, das sich durch seine Schwere immer nach unten richtet und so die Drehbewegung der Cylinder verhindert. (Fig. 2 zeigt die Holztheile des Mikrophons im Durchschnitte, die Kohlen und Fähnchen jedoch in Ansicht.) Durch diese Anordnung wird die Sprache klar und rein übertragen, mag man so laut oder so leise als möglich sprechen.