Text-Bild-Ansicht Band 260

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oberen gröſseren Form als verlorener Kopf für alle anderen wirkt. Dieser verlorene Kopf nimmt also die Gasblasen aus allen Formen und liefert das Eisen, welches die durch das Nachsacken entstehenden Räume wieder ausfüllt. Trotzdem kann aber der obere Block in seinem unteren Theile noch weiter benutzt werden. Die unteren Blöcke stehen unter dem Drucke der ganzen Eisensäule und fallen deshalb dichter aus als gewöhnlich. Nach dem Abheben der oberen Form kann man die 9 unteren Blöcke aus ihren Formen herausziehen. Man schlägt dann die Verbindungszapfen zwischen den oberen und den unteren Blöcken durch und kann nun jeden Block für sich bearbeiten. Soll die obere Form lediglich zur Herstellung eines später wieder um zuschmelzenden verlorenen Kopfes dienen, so gibt man den Formen die Einrichtung Fig. 13. Hier haben die unteren Formen die bekannte Anordnung.

In Hütten, in welchen das Gieſsen der Fluſseisenblöcke in einiger Entfernung vom Walzwerke stattfindet, oder wo die Blöcke entweder klein sind, oder der Guſs nur in groſsen Zwischenräumen erfolgt, ist es schwierig, die Gjers'schen Durchweichungsgruben (vgl. 1882 246 * 508. 1883 249 * 442) so zu führen, daſs die Blöcke immer die zum Auswalzen erforderliche Hitze haben. Man hat deshalb von jeher schon heizbare Ausgleichungsgruben vorgeschlagen (vgl. Hainsworth 1883 249 443. Uebersicht 1884 252 * 251. Riley 1885 258 * 448). Eine neue Ausführung derartiger Gruben von John Gjers in Middlesborough (* D. R. P. Kl. 31 Nr. 33594 vom 1. März 1885, Zusatz zu Nr. 21716, vgl. 1883 249 * 442) veranschaulichen die Fig. 5 bis 7 Taf. 18. Die Zuführung der Hitze geschieht entweder von auſsen, oder von innen, oder von auſsen und innen; ersteres geschieht, wenn Blöcke in den Gruben stehen, letzteres, wenn die Gruben leer sind. Fig. 5 zeigt einen Grundriſsschnitt durch Ausgleichungsgruben, welche von auſsen erhitzt werden. Die einzelnen Gruben bestehen aus im Ganzen gebrannten Retorten a, die allseitig vom Feuer umspült werden. In den Seitenwänden der Grube liegen der Luftkanal g und der Gaskanal k, welche die Luft und das Gas aus den Rohren f und h empfangen und vorgewärmt bei l zusammenführen; hier verbrennen die Gase, umspülen die Retorten a von auſsen und gelangen dann durch d und e unter Dampfkessel u.s.w.

Fig. 6 und 7 zeigen eine Anordnung, um die Gruben von auſsen und innen zu heizen. Luft und Gas gelangen durch die Kanäle e und n nach l, verbrennen hier und umspülen die gemauerten Gruben a von auſsen, um dann durch h zu entweichen. Sollen die Gruben auch von innen geheizt werden, so verstellt man den Schieber d, so daſs er den unteren Theil des Kanales h abschlieſst; dagegen öffnet man die Schieber c, welche in den oben zu den Gruben führenden Kanälen angeordnet sind. Die Gase gelangen nun von b aus durch die am Boden der Gruben in diese einmündenden Kanäle e in dieselben, durchstreichen sie nach oben, gehen durch die Kanäle f nach dem Kanäle g und von hier in den