Text-Bild-Ansicht Band 260

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möglich sein. Eine etwas abgeänderte Einrichtung zeigt Textfigur 3. Hier haben die Füllsteine einen sechsseitigen Querschnitt. Zwischen je 6 Füllsteinen liegt eine runde Düse. Die um diese entstehende Fuge wird mit feuerfestem Material vollgestampft.1)

Fig. 1., Bd. 260, S. 275
Fig. 2., Bd. 260, S. 275
Fig. 3., Bd. 260, S. 275

(Fortsetzung folgt.)

Ueber die Bestimmung der Wärmeleitungsfähigkeit der Körper; von Prof. M. Ballo in Budapest.

Mit Abbildung.

Leitet man durch ein Rohr Wasserdampf, so wird man finden, daſs ein Theil desselben sich verflüssigt, selbst nachdem die Temperatur des Rohres längst gleich derjenigen des Dampfes wurde. Die Menge des niedergeschlagenen Wassers hängt zunächst von der Beschaffenheit des Rohrmaterials, von dessen Oberfläche, der Temperatur des umgebenden Mittels u.s.w. ab.

Die bei der Verflüssigung des Dampfes frei werdende Wärme dient zum Ersatze jener Wärme, welche das Rohr an das umgebende Mittel verloren; diese Wärme muſs von der Innenwand des Rohres an die Auſsenwand abgeleitet werden und deshalb kann die niedergeschlagene Wassermenge als Mittel zur Bestimmung der Wärmeleitungsfähigkeit des betreffenden Körpers benutzt werden, ausgedrückt in einer dem niedergeschlagenen Wasser entsprechenden Wärmemenge. Je besser der Körper leitet, desto mehr Wärme läſst er in einer bestimmten Zeit durch, desto mehr Dampf wird verflüssigt.

1)

Es kommt diese Einrichtung den vom Berichterstatter vorgeschlagenen und in einer westfälischen Hütte augenblicklich versuchten Böden nahe. Dieselben bestehen nur aus Düsen, welche die Gestalt einer sechsseitigen abgestumpften Pyramide mit sehr spitzem Endwinkel haben. Die Böden bilden auf diese Weise ein Gewölbe, dessen Wölbung nach oben liegt. Für gröſsere Birnen können die Düsen eine Prismenform erhalten. Es werden dann einzelne derselben durch die Bodenplatte hindurchgeführt und halten die übrigen bei senkrecht gekippter Birne fest. Diese Böden haben vor anderen den Vortheil, daſs sie haltbarer sind und eine viel gleichmäſsigere Vertheilung des Windes über die ganze Bodenfläche gestatten, als bis jetzt möglich war. Daraus ergibt sich die Möglichkeit, eine gröſsere Zahl engerer Windkanäle benutzen zu können, wodurch die Einwirkung des Windes auf das Eisen erhöht, also die Dauer des Blasens abgekürzt wird.