Text-Bild-Ansicht Band 260

Bild:
<< vorherige Seite

Versuch III: Derselbe Sandblock, obere Fläche mit 20facher Papierlage isolirt.


Thermometer

1

2

3

4

5

6

Zimmer-
temperatur
Nieder-
schlags-
wasser
8 Uhr 21,0 20,1 21,3 18,4 20,0 19,6°
9 92,5 49,8 20,6 22,1 21,8 20,8 20,3 100,8g
10 94,0 58,6 22,2 25,0 27,0 23,5 20,0 81,5
11 94,8 63,5 25,0 28,7 31,2 26,8 20,2 77,0
12 95,2 64,0 27,0 31,0 33,0 28,5 20,1 66,5
1 95,5 68,0 28,8 33,2 34,5 30,2 20,0 61,7
2 95,6 69,2 30,0 35,0 36,0 31,0 19,7 65,3
3 95,8 70,4 31,1 36,2 36,5 32,0 19,6 66,8
4 95,8 71,2 31,7 37,1 37,7 32,5 19,2 64,8
5 95,9 71,8 32,2 38,1 38,5 32,5 19,2 62,6

Die Isolirung der oberen Fläche bringt einen merklichen Unterschied in der Wärmeleitungsfähigkeit des Sandes hervor. Das in der 4. bis 9. Stunde niedergeschlagene Wasser beträgt durchschnittlich stündlich 64g,6; dem entsprechen 578c,7 für 1qm und Stunde, also rund um 70c weniger als im vorigen Falle. Nach oben zu wird also, wie es scheint, die Wärme leichter abgeleitet als nach den übrigen Richtungen.

Versuch IV: Wenn letztere Behauptung gültig, so darf in den Verhältnissen keine Aenderung eintreten, wenn auſser der oberen Fläche zugleich auch noch die untere isolirt wird. In diesem Falle erhielt ich die folgenden Werthe:


Thermometer

1

2

3

4

5

6

Zimmer-
temperatur
Nieder-
schlags-
wasser
9 Uhr 17,2 19,1 20,5 17,0 18,0 20,2°
10 92,5 48,0 20,0 21,5 20,1 19,0 20,0 101,0g
11 94,0 58,0 22,0 24,0 26,0 22,5 19,7 76,9
12 94,8 62,5 24,0 27,0 30,2 26,0 19,7 66,8
1 95,2 65,2 25,0 29,2 32,8 28,0 19,3 verloren
2 95,5 67,5 28,0 31,6 34,5 30,0 19,2 65,8
3 95,5 68,8 29,5 33,0 36,0 31,0 64,5
4 95,8 70,0 30,5 34,5 36,5 32,0 19,0 64,5
5 96,8 70,5 31,0 35,5 37,0 32,5 19,2 64,2

Die in der 3., 5., 6., 7. und 8. Stunde niedergeschlagene Wassermenge beträgt durchschnittlich in der Stunde 65g,1 und dies entspricht 583c,1 für 1qm und Stunde. Der ganze Unterschied zwischen den zwei letzten Versuchen beträgt demnach in der That nur 4c,4.

Den allerersten derartigen Versuch führte ich unter Benutzung eines Glasrohres aus und sah, daſs in der dritten Stunde 932c,8, in der vierten 828c,2, in der fünften 915c,7 abgeleitet wurden. Die gröſseren Zahlen stammen daher, weil die Heizrohre zu weit von einander lagen und weil der benutzte Sand nicht ganz trocken war; allein es geht hieraus mit Bestimmtheit hervor, daſs die Beschaffenheit des Heizrohrmaterials keinen Einfluſs auf das Ergebniſs ausübt.

Backstein: Mein Block bestand aus 4 mit Cement verbundenen Backsteinen verschiedener Güte. Die zwei unteren waren stark gefärbt, weiſslich, brüchig, die zwei oberen licht gefärbte, harte Klinker. Die