Text-Bild-Ansicht Band 260

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das Bremsrad zu drücken. Die Lüftung der Bremse erfolgt, wenn der Führer durch Vorschiebung des Keiles w unter den Stangenkopf x den Gewichtshebel t wieder hebt.

Bei dem Göpel von R. und T. Elworthy in Elisabethgrod, Ruſsland (* Erl. D. R. P. Nr. 9374 vom 30. August 1879) wird das Triebwerk aus drei Kegelrädergetrieben gebildet. Das Hauptrad a (Fig. 6 Taf. 28), an welches die Deichselschuhe angegossen sind, wird ohne besondere Lagerung auf die in gleichen Abständen vertheilten Kegelräder c gelegt und gegen Abhebung durch die in Böcken gelagerten Druckrollen d gehindert. Ein an der Innenseite des Zahnkranzes von a vorspringender Rand r rollt auf ähnlichen, an den Kegelrädern c vorgesehenen Rändern s. Da die Berührungsflächen der Ränder r und s mit den Theilkreisen der Zahnräder a und c zusammenfallen, so soll bei der Bewegung der Räder nur eine rollende Reibung erzeugt werden.

Die Wellen e und f (Fig. 7 Taf. 28) der Kegelräder c treffen mit ihren geometrischen Achsen in dem Mittelpunkte des Hauptrades a zusammen. Die Bewegung der Wellen e und f wird mittels Kegelräder auf die Kuppelungswelle l übertragen. Zu diesem Zwecke greifen die auf den Wellen sitzenden Kegelräder g unmittelbar in das Getriebe k der Kuppelungswelle l, während die Welle e durch ihr Kegelrad m die Kegelräder n betreibt, welche mit den Rädern g aus einem Stücke gegossen sind.

Ein Dreiräder-Wendegetriebe benutzt C. Beermann in Berlin (* Erl. D. R. P. Nr. 7207 vom 9. April 1879), damit bei gleichbleibender Drehungsrichtung der Zugthiere die Kuppelungswelle zur Arbeitsmaschine sowohl rechts, wie links laufen kann. Auf die Kuppelungswelle a (Fig. 9 Taf. 28) sind zwei Kegelräder b und b1 lose aufgesetzt, deren jedes durch die Zahnkuppelungen c und c1 beliebig eingerückt werden kann, je nach der gewünschten Umdrehungsrichtung für die Welle a.

Mit der von H. Edelmann in Perleberg (* D. R. P. Nr. 31603 vom 24. Juni 1884) angegebenen Einrichtung wird bezweckt, vom Göpel drei verschiedene Geschwindigkeiten zum Betriebe der Arbeitsmaschinen ableiten zu können. Es sind hierzu zwei Rädervorgelege angeordnet, deren Wellen an jedem Ende zum Aufsetzen eines Universalgelenkes eingerichtet sind. Bei den in Fig. 10 Taf. 28 angenommenen Uebersetzungen zwischen den Rädern g, h und k, l würde man 20, 40 und 100 Umdrehungen für die getriebenen Wellen erzielen. Bezüglich der Anordnung der Räder erscheint es wesentlich, daſs keines derselben unter die Unterkante des Göpels reicht, daſs also die Fortschaffung und Aufstellung durch hervorstehende Räder nicht erschwert ist.

Sämmtliche beweglichen Theile des Göpels sind an einer Grundplatte gelagert; dieselbe ist mit den vier Lagern der beiden wagerechten Wellen i und d und der Hülse für das Fuſslager der stehenden Welle b des groſsen Kegeltriebrades a aus einem Stücke gegossen. Das Rad a