Text-Bild-Ansicht Band 260

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überträgt seine Bewegung durch das Kegelrad e auf die Welle d. Das ebenfalls auf die Welle d gekeilte Stirnrad g treibt mit dem Rade h die Vorgelegewelle i, deren Stirnrad l in das lose auf der Welle d laufende Triebrad k greift, welches gleichzeitig mit einer Kuppelungsklaue ausgerüstet ist. Je nachdem man die zu treibende Welle mit dieser Klaue oder mit einer der an den Enden der Welle i zu befestigenden Klauen, oder mit einer Klaue an dem Ende der Welle d, welche der Mitte des Göpels zu liegt, verbindet, wird man drei verschiedene Geschwindigkeiten für die zu treibende Welle erzielen. Beim Linksgange der Zugthiere kann das Getriebe k dahin ausweichen, von woher das Getriebe e seinen Druck empfängt; hierdurch wird das dazwischen befindliche Lager vom Seitendrucke entlastet.

Für das Getriebe k ist ein Selbstöler vorgesehen. Auf einer Verlängerung des Getriebes ist die mit einer messingenen Verschluſsschraube versehene Schmierkammer n aufgegossen und in den Boden dieser Kammer, unter der Füllöffnung, ein enges Metallrohr eingesetzt; neben diesem Rohre befinden sich im Boden der Schmierkammer zwei Luftlöcher. Das Oel, welches sich in der Schmierkammer n befindet, wird bei der schnellen Umdrehung des Getriebes k nach auſsen geschleudert und drängt durch die feine Oeffnung des Rohres rückwärts zur Welle, um dieselbe mit dem erforderlichen Schmiermaterial zu versehen. Löcher im Boden der Schmierkammer sind für das Eintreten der Luft bestimmt, da sonst kein Oel ausflieſsen würde; das eine Loch dient für den Rechtsgang, das andere für den Linksgang des Getriebes.

Eine Vergröſserung der abzuleitenden Umdrehungsgeschwindigkeit sucht J. Ph. Roemmelt in Würzburg (* D. R. P. Nr. 33090 vom 23. Januar 1885) dadurch herbeizuführen, daſs, wie aus Fig. 14 Taf. 28 zu entnehmen ist, auf dem nach unten verlängerten senkrechten Hauptzapfen a des Göpels ein Kegelräderpaar b eingeschaltet wird. Das Göpelwerk besitzt demnach drei Räderpaare mit zwei senkrechten Achsen und einer wagerechten Betriebswelle, aber einem gemeinschaftlichen Lagerbock für die Wellen. Ein auf den hölzernen Göpelschwellen befestigter Winkeleisenring r, auf welchem die Göpelzugbäume auf Rollen gleiten, dient zur Entlastung des groſsen Zugrades c und dessen senkrechter Achse a vom einseitigen Drucke.

Um eine leichte Nachstellung der Zähne von zusammen arbeitenden Getrieben bei Göpeln zu erreichen, hat A. Brocksch in Dramburg (* Erl. D. R. P. Nr. 4159 vom 28. März 1878) das voraussichtlich einer Nachstellung am meisten bedürftige kleine, vom Hauptkegelrade getriebene Rad auf einen Zapfen gesetzt, dessen Lagertheil excentrisch zur Befestigungsstelle ist. Werden die Befestigungsschrauben dieses excentrischen Zapfens gelöst, so ist eine Nachstellung des Triebes gegen das zugehörige Rad durch Verdrehung des Zapfens um dessen Achse leicht auszuführen.