Text-Bild-Ansicht Band 260

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Eine andere Nachstellvorrichtung von M. und H. S. Rembold in M.-Gladbach (* Erl. D. R. P. Nr. 10630 vom 12. December 1879) bewirkt die Nachstellung durch Verschieben des Lagers gegen die Achse des zugehörigen Rades. Schraubenspindeln mit Gegenmuttern sichern die Entfernung des beweglichen vom feststehenden Lager bezieh. den gewünschten Eingriff der Zahnräder. Die parallele gegenseitige Lage der Achsen wird bei beiden Einrichtungen nicht gestört.

Die Scheunen, vor deren Tennen die Göpel zur Verwendung kommen, sind häufig derart angelegt, daſs mehrere derselben in einem Kreisbogen liegen. Man ist dann genöthigt, um einen Göpel vor den verschiedenen Tennen arbeiten zu lassen, denselben fortwährend hin- und herzurücken, was zeitraubend und schwierig ist. Dieser Uebelstand soll durch die Anordnung eines im, Kreise verstellbaren Vorgeleges nach dem in Fig. 13 Taf. 28 veranschaulichten Vorschlage von J. S. Kern in Schwiebus (* D. R. P. Nr. 24094 vom 27. Januar 1883) vermieden werden.

Auf der Grundplatte A ist die das Vorgelege tragende Platte B beweglich angeordnet; ihren Drehpunkt hat die Platte B in dem Zapfen D und ihre Führung und Feststellung auf den gewünschten Punkt findet durch die Sicherungsbahn C statt, welche zwei Drittel eines Kreises beschreibt. Diese Bahn C ist auf der oberen Fläche mit einer Nuth f versehen, in welcher sich eine an der unteren Fläche der Vorgelegeplatte B befindliche Nase bewegt. Diese Nase dient zur Feststellung der Vorgelegeplatte. Je nach der Stellung, welche die Vorgelegeplatte B erhalten hat, drücken zwei oder drei der an dem äuſseren Umfange des Führungsschlittens C angebrachten Schrauben s auf die Nase und klemmen dieselbe unverrückbar in der Nuth f fest. Der Zapfen D, um welchen die Vorgelegewelle sich dreht, dient zugleich als Achse für das in das groſse Triebrad eingreifende Zahnrad G und für das Kegelrad H.

Wenn das Hauptrad sich um einen feststehenden Zapfen dreht, so wurde dieser Zapfen entweder mit der Grundplatte aus einem Stücke gegossen, oder besonders aus Schmiedeisen eingesetzt. Der schmiedeiserne Zapfen wird, wenn er von genügender Stärke gemacht wird, zu theuer; der guſseiserne Zapfen, welcher die genügend groſse Oberfläche darbietet, um die hohle Radnabe sicher auf demselben laufen zu lassen, kann, wenn trotz seiner groſsen Oberfläche endlich doch die einseitige Abnutzung eintritt, nicht ausgewechselt werden und dann ist die ganze Grundplatte unbrauchbar. Th. Flöther in Gassen i. L. (* D. R. P. Nr. 21130 vom 16. August 1882) wendet deshalb gemäſs Fig. 8 Taf. 28 für das Hauptrad R einen leicht zu verstellenden guſseisernen Hohlzapfen z an, welcher unten eine breite Flansche f für die Auflage auf der Grundplatte besitzt. Mittels des Splintbolzens b wird der Zapfen z, der überdies mit einem Ansätze in die Grundplatte eingreift, sodann mit der letzteren verbunden. Diese Verbindung ist mittels einiger Hammerschläge zu lösen und wieder herzustellen: dadurch ist die Möglichkeit